Paulaner-Chef Salewski muss plötzlich gehen

- München - Der Chef der Paulaner-Brauerei, Wolfgang Salewski, scheidet überraschend aus. "Die Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG hat den Dienstvertrag mit Herrn Prof. Wolfgang Salewski zum 31. März beendet", heißt es in der lapidaren Pressemitteilung.

Offensichtlich war ein tiefes Zerwürfnis der Grund für den vorzeitigen Abschied. Salewski hatte noch vor kurzem erklärt, einige Jahre Brauer-Chef bleiben zu wollen.

Obwohl Holger Lösch, Sprecher des Braukonzern, sagte, es habe keinen Streit gegeben, erzählen Branchen-Kenner das Gegenteil. In einer E-Mail von Salewski an seine Mitarbeiter schreibt er, er wolle sein Berufsleben gerne gesund beenden. Das hört sich eher nach Mobbing als nach einem freundlichen Abschied an. In der Mitteilung zu Salewskis Abgang steht kein Wort des Dankes und der Anerkennung für seine geleistete Arbeit.

Salewski arbeitete für den Konzerngründer Josef Schörghuber bis zu dessen Tod 1995. Dessen Sohn Stefan Schörghuber unterstützte er, das Imperium aus 176 Firmen zu ordnen. 2000 übernahm Salewski, der inzwischen in den Konzernvorstand aufgerückt war, den Vorsitz der Brauholding International. Seit 2003 ist er auch Chef von Paulaner.

Das Fachblatt "Inside-Getränke-Magazin" schreibt von einem "frostigen Verhältnis zum Joint-Venture-Partner Heineken", das zum großen Knall führte.

Friedrich Georg Hoepfner wird sein Nachfolger bei der Brauholding. Der 58-Jährige war bisher Geschäftsführer der zur Brauholding gehörenden Brauereien Hoepfner in Karlsruhe und Fürstenberg in Donaueschingen.

Die Nachfolge bei Paulaner ist noch nicht geklärt. Sein Vorstandskollege Peter Kreuzpaintner soll in diesem Jahr in den Ruhestand gehen. Für den Paulaner-Posten ist laut "AZ" Michael Bartholl im Gespräch.

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