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Der Namenswechsel von Premiere zu Sky Deutschland hat den in der Krise steckenden Bezahlsender 2009 tief in die roten Zahlen gedrückt.

Sky macht 676,5 Millionen Euro Verlust

München - Der Namenswechsel von Premiere zu Sky Deutschland hat den in der Krise steckenden Bezahlsender 2009 tief in die roten Zahlen gedrückt.

Auch im operativen Geschäft tritt der Sender mit den Übertragungsrechten an der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Trotz einer großen Werbekampagne blieb die Zahl der Neukunden im vierten Quartal am unteren Rand der zuletzt zurückgeschraubten eigenen Erwartungen. Zwischen Oktober und Dezember wuchs die Zahl der Kunden um 39 000 auf 2,47 Millionen, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Unter dem Strich stand 2009 ein Minus von 676,5 Millionen Euro nach einem Verlust von 269,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Umsatz des vom Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierten Senders sank um rund vier Prozent auf 902,1 Millionen Euro. Der Abschied vom früheren Namen Premiere schlug mit einer Abschreibung in Höhe von rund 254 Millionen Euro zu Buche. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug der Verlust im vergangenen Jahr 262,7 Millionen Euro nach 57 Millionen Euro 2008.

Murdoch will Sky Deutschland bis Ende des Jahres profitabel machen - zumindest auf Monatsbasis. Dafür benötigt der Sender früheren Angaben zufolge 2,8 bis 3 Millionen Kunden. Murdoch hatte das Unternehmen Ende 2008 vor dem Untergang bewahrt und musste seitdem mehrmals Kapital nachschießen. Zuletzt kaufte er im Januar Aktien und hält seitdem rund 45 Prozent an Sky Deutschland.

dpa

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