PC-Hersteller Dell will Milliarden sparen und Werk schließen

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Round Rock (dpa) - Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell drückt beim Konzernumbau aufs Tempo und will binnen drei Jahren Einsparungen von drei Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) erzielen. Mindestens 8800 Stellen sollen dazu wie geplant abgebaut werden, bekräftigte der Konzern.

Die Computerfertigung in Austin (Texas) wird geschlossen. Die Finanzierungssparte steht auf dem Prüfstand und könnte verkauft werden. Die Kosten sollen über alle Bereiche hinweg sinken - vom Design über die Produktion und Logistik bis zum Materialeinkauf, teilte Dell am Montagabend am Firmensitz in Round Rock (Texas) mit.

In den vergangenen neun Monaten hatte der Konzern bereits 3200 Stellen gestrichen. Insgesamt sind rund zehn Prozent der Belegschaft betroffen. "Wir haben das Geschäft und unsere Chancen analysiert und wissen jetzt ohne jeden Zweifel, wo unser Prioritäten liegen sollten", sagte Konzernchef Michael Dell.

Dell gibt wegen der Probleme seit fast zwei Jahren keine Prognosen zu seinen Quartalszahlen mehr ab. Erstmals seit Jahren will die Konzernspitze in dieser Woche bei einem Treffen mit einer großen Gruppe von Analysten ausführlich zur Lage des Unternehmens Stellung nehmen.

Firmengründer Dell war Anfang 2007 wegen der Krise in den Chefsessel des Konzerns zurückgekehrt. Er hatte eine Trendwende binnen 18 Monaten versprochen. Die Aktie verlor seither fast 20 Prozent auf zuletzt 19,92 Dollar.

Der teure Konzernumbau drückt bereits seit einiger Zeit kräftig auf den Gewinn. Im Ende Januar abgelaufenen Schlussquartal des Geschäftsjahres 2007/2008 sank der Überschuss um sechs Prozent auf 679 Millionen Dollar (446 Mio Euro). Der Umsatz dagegen stieg um zehn Prozent auf rund 16,0 Milliarden Dollar.

Die Kosten vor allem für den Stellenabbau würden das Ergebnis vorerst weiter belasten, hatte Dell zuletzt angekündigt. Der Konzern befürchtet wegen der schwachen Konjunktur zudem geringere Ausgaben seiner Kunden. Der langjährige Branchenführer Dell hatte seine Spitzenposition 2006 an den US-Konkurrenten Hewlett-Packard verloren.

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