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Brian Sullivan, Chef des Pay-TV-Senders

Sky peilt Gewinn an - braucht aber wieder Geld

München - Sky Deutschland hat die Marke von drei Millionen Abos geknackt, schreibt aber immer noch tiefrote Zahlen. 2013 soll das geplagte Unternehmen in die Gewinnzone. Und braucht dafür nochmals Geld.

Sky Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmals die Marke von drei Millionen Abonnenten geknackt und peilt nun für 2013 den lange erhofften Sprung in die operativ schwarzen Zahlen an. “Wir haben im Jahr 2011 eine Reihe von wichtigen Meilensteinen erreicht, die unser Unternehmen in eine profitable Zukunft führen werden“, teilte Brian Sullivan, Chef des Pay-TV-Senders, am Donnerstag in München mit.

Allerdings muss Sullivan für die Fortsetzung seines Aus- und Umbaus des dauerdefizitären Sorgenkinds im Medienimperium von Rupert Murdoch weiter investieren - und braucht dafür nochmal 300 Millionen Euro frisches Kapital, das komplett von Murdochs News Corp. gesichert wird. Murdoch hatte zuletzt bereits 448 Millionen Euro in das frühere Premiere gepumpt. Nun soll die Investition Früchte tragen.

2011 blieben die Zahlen wie erwartet rot. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verringert sich verglichen mit 2010 allerdings deutlich von 269 auf 155 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 17 Prozent auf 1,139 Milliarden Euro.

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Am wichtigsten aber für den Sender: Die Kundenzahl kletterte zum Jahresende auf 3 012 000 Abonnenten. Unter dem Strich gewann Sky Deutschland damit im vergangenen Jahr 359 000 zahlende Kunden hinzu - der größte Zuwachs in der Firmengeschichten. 2010 lag das Plus noch bei 183 000. Damit verbesserte sich auch eine andere wichtige Kennzahl deutlich, der ARPU, also der Umsatz pro Kunde. Er wuchs um 1,77 Euro auf 30,46 Euro.

“Das ist ein fantastisches Ergebnis, aber es gibt noch viel zu tun“, sagte Sullivan. Er will das Angebot des Senders nun weiter ausbauen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er zahlreiche Neuerungen umgesetzt, etwa die Nutzung von Sky-Angeboten auf mobilen Computern oder den hochauflösenden Sportnachrichtensender Sky Sports.

Für den weiteren Ausbau braucht Sky eine weitere Kapitalspritze. “Um die oben beschriebenen Pläne umsetzen zu können und die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen, plant Sky Deutschland im Jahr 2012 die Aufnahme weiterer Finanzmittel in Höhe von 300 Millionen Euro“, heißt es in der Mitteilung. Die Finanzierung soll in zwei Schritten erfolgen mit Absicherung durch News Corp. Der Murdoch-News-Corp-Anteil soll die bisherigen 49,9 Prozent an Sky aber nicht überschreiten.

dpa

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