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Pepsi hat die Krise hinter sich gelassen.

Pepsi kann trotz Krise den Gewinn verdoppeln

Purchase - Trotz schwindendem Durst bei US-Amerikanern und Kanadiern: Der amerikanische Getränke- und Snack-Hersteller PepsiCo konnte seinen Gewinn durch Sparen verdoppeln.

Der amerikanische Getränke- und Snack-Hersteller PepsiCo hat wie der Erzrivale Coca-Cola am Jahresende die Krise hinter sich gelassen. Besonders die Kunden im Ausland griffen wieder zu Chips und Cola. Dagegen verkauften sich die Müslis der Tochter Quaker nur schleppend.

Dank seines Sparkurses konnte Pepsi den Gewinn glatt verdoppeln. Im Schlussquartal blieben unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar hängen, wie Pepsi am Donnerstag in Purchase (US-Bundesstaat New York) mitteilte. Der Umsatz zog nach Rückgängen im Sommer an und lag mit 13,3 Milliarden Dollar um fast 5 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Vertriebskosten deutlich gedrückt

Die Börsianer waren mehr als zufrieden; im frühen Handel legte die Aktie um knapp 2 Prozent zu. Im gesamten Geschäftsjahr, das am 26. Dezember endete, stieg der Überschuss um 16 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Pepsi hatte vor allem seine Vertriebs- und Verwaltungskosten deutlich gedrückt. Der Umsatz blieb dank des guten Laufs am Jahresende stabil bei 43,2 Milliarden Dollar.

Konkurrent Coca-Cola hatte ebenfalls mit einem Schlussspurt seine Jahreszahlen gerettet. Im laufenden Jahr will Pepsi seinen Gewinn weiter steigern. Dazu beitragen soll nicht zuletzt die Übernahme der zwei wichtigsten nordamerikanischen Abfüllbetriebe. Das 7,8 Milliarden Dollar schwere Geschäft soll bis zum Ende des Monats abgeschlossen werden.

400 Millionen Dollar mehr in der Kasse

“2010 werden wir die Regeln des Spiels im nordamerikanischen Getränkemarkt ändern“, kommentierte Konzernchefin Indra Nooyi den Schritt. Pepsi nimmt nun 80 Prozent des Vertriebs in der Heimat selbst in die Hand. Typischerweise sind die Abfüllbetriebe der großen Getränkehersteller eigenständig. Durch den Zusammenschluss will der Konzern letztlich pro Jahr 400 Millionen Dollar mehr in der Kasse übrigbehalten. Die gleiche Summe soll einmalig als Kosten für die Zusammenführung anfallen. Im laufenden Jahr will Pepsi bis zu 150 Millionen Dollar einsparen.

Neben Softdrinks vor allem Chips und Müsli

Pepsi kämpft mit der Neuaufstellung gegen den schwindenden Durst der US-Amerikaner und Kanadier. Neben Softdrinks hat der Konzern unter anderem die Tropicana-Fruchtsäfte im Angebot. Fast die Hälfte es Umsatzes entfällt mittlerweile aber auf das Geschäft mit Chips von Frito-Lay und Müslis von Quaker.

dpa

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