"Persönliche Habe": Vorsicht bei Testament

- München - Unklare Formulierungen im Testament können zu erheblichem Streit zwischen den Erben und sonstigen Bedachten führen. Das Landgericht München I musste jetzt entscheiden, was ein Erblasser mit dem Begriff "übrige persönliche Habe" in seinem Testament zum Ausdruck bringen wollte. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass der Erblasser damit nicht Bankguthaben, Wertpapiere und Barvermögen in der Wohnung sowie Kraftfahrzeuge gemeint hat.

In dem Fall setzte der Erblasser seine Tochter zur Alleinerbin ein und sprach für Grundstücke Vermächtnisse aus. Dann schrieb er: "Das Mobiliar erhält meine Ehefrau. Die übrige persönliche Habe erbt meine Tochter und ihr Ehemann."

Einige Jahre vor dem Tod des Erblassers hatten sich seine Tochter und ihr Ehemann getrennt. Das Erbe umfasste mehr als 200 000 Euro in Form von Bankguthaben und Wertpapieren. Die Hälfte dieses Betrages klagte der Kläger gegen seine ehemalige Ehefrau ein.

Laut dem Gericht sei nicht ersichtlich, dass der Erblasser dem Kläger größere Vermögenswerte zukommen lassen wollte, auch deshalb seien unter dem Begriff zum Beispiel nur Kleidung, Schmuck und Bücher zu verstehen (Az.: 23 O 13892/03).

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