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Franz-Xaver Peteranderl ist neuer BHT-Präsident.

Auf dem Handwerkstag

Bayerns neuer Handwerker-Chef

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Das Handwerk in Bayern hat einen neuen Spitzenfunktionär: Franz Xaver Peteranderl wurde am Freitag zum Präsidenten des Bayerischen Handwerkstags (BHT) gewählt.

München– Ein Bauunternehmer aus Garching vertritt künftig die Belange des bayerischen Handwerks. Franz Xaver Peteranderl (61) wurde am Freitag im Rahmen einer Mitgliederversammlung in Nürnberg zum neuen Präsidenten des Bayerischen Handwerkstags (BHT) gewählt. Seine Aufgabe ist es nun, sich als Spitzenfunktionär für die mehr als 200 000 Handwerksbetriebe in Bayern, die zusammen rund 940 000 Mitarbeiter beschäftigen, einzusetzen.

Peteranderl hat nach dem Abitur Bauingenieurwesen an der Technischen Universität München studiert. Anschließend war er im Tunnelbau tätig, bevor er 1985 in den elterlichen Betrieb einstieg. Seit 1996 ist er geschäftsführender Gesellschafter der F.X. Peteranderl GmbH, einem Betrieb mit 15 Mitarbeitern. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Für seine Aufgabe als Chef-Lobbyist bringt Peteranderl bereits einiges an Erfahrung mit. Bereits seit 2009 ist er unter anderem Präsident des Landesverbandes Bayerischer Bauinnungen. Im September wurde er zudem zum Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK) gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Georg Schlagbauer an, der im Juni nach eine Koks- und Rotlicht-Affäre sowohl als HWK-, als auch als BHT-Präsident, zurückgetreten war.

Als wichtige Herausforderung nannte Petranderl in seiner Antrittsrede die Sicherung der Nachwuchs- und Fachkräfteversorgung sowie die Qualitätssicherung im bayerischen Handwerk. „Der Meistervorbehalt fördert die Berufsausbildung und ist mitverantwortlich für die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland“, so Peteranderl.

Insgesamt laufen die Geschäfte im bayerischen Handwerk derzeit rund. Begünstigt vom guten Konsumklima und dem boomenden Wohnungsbau stieg der Umsatz der Betriebe in den ersten neun Monaten des Jahres um 3,7 Prozent auf 76,47 Milliarden Euro. Auch der Start ins Ausbildungsjahr sorgte für Freude. Die Zahl der Ausbildungsverträge stieg um gut drei Prozent auf knapp 27 000. 

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