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Laufen in Zukunft bei Peugeots-Citroen auch Mitsubishi-Autos über das Fließband.

Peugeot-Citroen will 50 Prozent an Mitsubishi übernehmen

Tokio - Peugeot-Citroen will laut Medienberichten bis zu 50 Prozent am japanischen Konkurrenten Mitsubishi übernehmen. Billig wird das jedoch nicht.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën will beim japanischen Konkurrenten Mitsubishi einsteigen. Beide Unternehmen bestätigten am Donnerstag laufende Gespräche. Eine Kapitalbeteiligung sei eine von mehreren Optionen, über die mit Peugeot gesprochen werde, sagte ein Sprecher von Mitsubishi Motors. PSA sprach von einer “Ausweitung der bestehenden Beziehungen, die bis zu einer strategischen Partnerschaft führen könnten“.

Nach Informationen der gewöhnlich gut informierten japanischen Wirtschaftszeitung “Nikkei“ verhandeln beide Konzerne über eine Beteiligung der Franzosen von 30 bis 50 Prozent an dem mit Problemen kämpfenden sechstgrößten japanischen Autobauer. Für PSA hätte eine Beteiligung an Mitsubishi Motors den Vorteil, von Mitsubishis Expertise bei Elektroautos sowie von dem Geschäftsnetzwerk der Japaner in aufstrebenden Märkten zu profitieren. Laut “Nikkei“ befinden sich die Verhandlungen bereits in der Schlussphase.

Demnach sei es wahrscheinlich, dass Mitsubishi neue Aktien im Volumen von 200 bis 300 Milliarden Yen (1,5 bis 2,3 Mrd Euro) ausgibt, wodurch die Franzosen auf einen Anteil von zwischen 30 bis 50 Prozent an dem japanischen Autobauer kommen würden, hieß es. Für Mitsubishi Motors wäre es der zweite Versuch, seine finanzielle Lage mit der Hilfe eines ausländischen Automobilkonzerns zu verbessern. Im Jahr 2000 hatte der damals schwer angeschlagene japanische Konzern Unterstützung von DaimlerChrysler eingeholt. Die Deutschen beteiligten sich damals mit 34 Prozent an den Japanern, stellten ihre Finanzhilfe 2004 jedoch wieder ein und beendeten die Geschäftsbeziehungen ein Jahr später.

dpa

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