Pfand: Ab Oktober soll alles besser werden

- Berlin - Das Dosenpfand wird nach dem Willen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) vom 1. Oktober an einfacher und verbraucherfreundlicher. Jeder Käufer habe dann das Recht, Dosen und andere pfandpflichtige Verpackungen überall dort zurückzugeben, wo solche Einweg-Verpackungen verkauft werden. "Wer Einweg verkauft, muss auch Einweg zurücknehmen", sagte Trittin in Berlin.

<P>Diese Darstellung wies der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) umgehend zurück. Trittins "Kartenhaus bewusst falscher Behauptungen" werde am 1. Oktober zusammenbrechen, sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Es werde für den Verbraucher keineswegs einfacher.</P><P>Trittin sagte, voraussichtlich bis zum 1. Oktober würden zwei oder drei bundesweite Rücknahmesysteme zur Verfügung stehen. Diese müssten aber untereinander kompatibel sein, forderte er. "Alles andere wäre eine Zumutung für den Verbraucher."</P><P>Er bedauerte, dass der Handel seine Zusage vom Dezember vergangenen Jahres nicht eingehalten habe, ein flächendeckendes Rücknahmesystem aufzubauen. In der Zwischenzeit habe der Handel 400 Millionen Euro Pfandeinnahmen "abgezockt". Er gehe aber davon aus, dass die jetzt zur Verfügung stehenden "Insellösungen" unter dem Druck des Marktes zusammenwachsen würden. Bereits jetzt sei durch die Einführung des Dosenpfandes die Mehrwegquote um neun Prozentpunkte auf fast 59,2 Prozent gestiegen.<BR></P>

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