Pfeifkonzert gegen Stellenabbau bei HypoVereinsbank

Hunderte Beschäftigte der HypoVereinsbank haben am Montag in München gegen den geplanten Abbau tausender Arbeitsplätze demonstriert. "Wir fordern Beschäftigungs- und Standortsicherung für alle Kollegen", sagte Betriebsratsvorsitzender Roland Pauli.

Begleitet von einem Trillerpfeifen-Konzert brachten die Beschäftigten auf Transparenten zum Ausdruck: "Wir sind mehr wert." Prominente Unterstützer der Aktion waren Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und SPD-Spitzenkandidat Franz Maget (beide SPD). Die Gewerkschaft ver.di schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 400.

Die italienische Konzernmutter UniCredit hatte Ende Juni angekündigt, im Zuge ihrer Konzentration auf Osteuropa rund 9000 Stellen in Italien, Deutschland und Österreich streichen zu wollen. Gewerkschaftskreisen zufolge sollen davon bei der HypoVereinsbank mehr als 2000 Stellen wegfallen. Die Bank will sich erst im Oktober zu der Größenordnung des Abbaus in Deutschland äußern. Seit der Übernahme durch die UniCredit waren in den vergangenen Jahren bereits zahllose Arbeitsplätze bei der einst zweitgrößten deutschen Bank gestrichen worden.

Auch die Kunden bekommen die Umstrukturierung bei der HypoVereinsbank zu spüren. Am Wochenende war bekannt geworden, dass in gut zwei Drittel der Filialen die Schalter für einfache Dienstleistungen künftig nur noch vormittags geöffnet sein werden. Kassenleistungen wie Einzahlungen können die Kunden nachmittags dann am Automaten vornehmen. Dadurch sollten die Bank-Mitarbeiter mehr Zeit für die Beratung der Kunden bekommen, sagte ein Sprecher am Montag. Er wies darauf hin, dass die Filialen weiterhin auch nachmittags geöffnet seien, insgesamt sogar zwei bis drei Stunden mehr pro Woche als bisher.

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