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Kostensteigerungen drohen: Laut neuen Berechnungen wird die Pflege-Reform deutlich teuer als bisher angegeben.

Pflege-Reform teurer als erwartet

München – Die geplanten Verbesserungen für Demenzkranke und ihre Angehörigen werden die Pflegeversicherung in den nächsten Jahren mehr belasten als bisher bekannt.

Danach liegen die Kosten 2013 bei 1,09 Milliarden Euro, 2014 bei 1,26 Milliarden und 2015 bereits bei 1,45 Milliarden Euro. Dies geht aus Berechnungen hervor, die dem MÜNCHNER MERKUR (Samstagsausgabe) vorliegen. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Mehrausgaben bisher auf 1,1 Milliarden Euro beziffert.

Mehr als 500 000 Demenzkranke sollen durch die Pflegereform mehr Geld bekommen. Allein 2013 sind dafür 655 Millionen zusätzlich veranschlagt – 2015 bereits 715 Millionen Euro. Die neue Flexibilisierung bei den Leistungen schlägt zunächst mit 200 Millionen Euro jährlich zu Buche (2015: 395 Millionen Euro). Rund 150 000 Betroffene könnten davon profitieren. Die Mehrausgaben sollen durch die Anhebung der Pflegebeiträge Anfang 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent (Kinderlose 2,3 Prozent) finanziert werden.

Unionsfraktions-Vize Johannes Singhammer (CSU) begrüßte die Verbesserungen in der Pflege: „Insgesamt 750 000 Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden dauerhaft besser gestellt und bekommen mehr Leistungen“, sagte Singhammer dem MÜNCHNER MERKUR.

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