Philips verzeichnet Milliardengewinn

Amsterdam - Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im vierten Quartal 2007 vor allem dank Beteiligungsverkäufen den Gewinn kräftig gesteigert. Der Überschuss kletterte von 680 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 1,39 Milliarden Euro.

Doch auch operativ lief es so gut, dass der Konzern sich auf Kurs sieht, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Der Umsatz im Schlussquartal stieg von 8 auf 8,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Die Verdoppelung des Gewinns geht zum größten Teil auf den Verkauf von Anteilen an dem taiwanesischen Halbleiter-Unternehmen TSMC und am Flachbildschirm-Hersteller LG Philips LCD zurück, einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Konzern LG, zurück. Daraus flossen im vierten Quartal 1,09 Milliarden Euro in die Kassen der Niederländer. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) legte Philips von 738 auf 865 Millionen Euro zu.

Für das gesamte Jahr 2007 verbuchte Philips einen Überschuss von 4,17 Milliarden Euro, deutlich weniger als die 5,38 Milliarden Euro des Vorjahres. 2006 hatte das Unternehmen allerdings aus dem Verkauf seiner Halbleitersparte - heute unter dem Namen NXP - 4,3 Milliarden Euro eingenommen. Im vergangenen Jahr brachte der Verkauf von Anteilen an LG Philips LCD und TSMC insgesamt gut 3 Milliarden Euro ein.

Im September hatte sich Philips das Ziel gesetzt, bis 2010 ein jährliches Umsatzwachstum von 6 Prozent und eine EBITA-Marge von 10 Prozent zu erreichen. "Wir sind gut aufgestellt, unsere 'Vision 2010'-Ziele zu erreichen", sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee jetzt. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern beim Umsatz ein Plus von 5 Prozent und eine EBITA-Marge von 7,7 Prozent.

Die Niederländer haben ihre Aktivitäten zum Jahresanfang in den drei Geschäftsbereichen Gesundheit, Beleuchtung und Verbraucherelektronik gebündelt. Diese Bereiche sollen in Kürze durch weitere Zukäufe gestärkt werden. So ist der Konzern dabei, den US- Beleuchtungsspezialisten Genlyte für umgerechnet 1,8 Milliarden Euro zu übernehmen und den US-Medizintechnik-Hersteller Respironics für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. Beide Zukäufe sollen noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden.

Trotz dieser Milliardenausgaben hat Philips noch genug Geld in der Kasse, seine Aktionäre an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben zu lassen. So soll die Dividende 2007 von 60 auf 70 Eurocent angehoben werden. Daneben will der Konzern bis zum Ende dieses Jahres Aktien im Wert von 5 Milliarden Euro zurückkaufen.

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