Pickerl belastet die Urlaubskasse, kein Pickerl ist noch viel teuerer

- Wer auf der Reise in den Urlaub Autobahnen im benachbarten Ausland nutzt, wird mitunter kräftig zur Kasse gebeten. Auf fast allen europäischen Hauptreiserouten werden Autoreisende per Maut zur Kasse gebeten. Dabei berechnen zwölf europäische Länder die Maut nach den gefahrenen Autobahn-Kilometern, fünf verkaufen Vignetten, die für eine bestimmte Zeit Gültigkeit haben. Wie stark die Mautgebühren die Urlaubskasse strapazieren, ist von Land zu Land unterschiedlich. Noch viel teurer freilich wird alles, wenn man ohne "Pickerl" erwischt wird.

<P>Der ADAC hat die Gebühren für die fünf Länder mit Zeit-Vignetten und die Bußgelder für Pickerl-Sünder zusammengestellt.</P><P>Schweiz</P><P>Hier gibt es für das gesamte Autobahnnetz nur eine Vignette, die 14 Monate geltende Jahresvignette für umgerechnet 27,50 Euro. Wer den Mont-Blanc-Tunnel, den Großen St.-Bernhard-Tunnel oder den Löschberg-Tunnel passieren will, muss einen Extra-Obolus (von 18,20 bis 25,60 Euro) zahlen. Die Strafe für das Befahren der Autobahn ohne Vignette: 100 Schweizer Franken (derzeit 66 Euro) plus der Kosten für die Vignette.</P><P>Österreich</P><P>Die Österreicher verlangen für ihr gesamtes Autobahnnetz und die Schnellstraßen von Auto- und Motorradfahrern eine Vignette. Die Pickerl gibt es als Jahres-Vignette für 72,60 Euro (14 Monate gültig), als Zwei-Monats-Pickerl (ab gelochtem Einreisedatum volle zwei Monate gültig) für 21, 80 Euro und als zehn Tage gültige Wochen-Vignette für 7,60 Euro. Zusätzlich halten die Nachbarn für die beiden wichtigsten Strecken durch Österreich noch einmal die Hand auf: Die Benutzer der Brenner-Autobahn von Innsbruck nach Italien kostet ebenso extra wie die Reise über die Tauernstrecke von Salzburg nach Villach (8, bzw. 9,50 Euro). Wen die immer rühriger aufpassende Polizei ohne Vignette aufhält, für den kann es teuer werden. Das Vergehen Maut-Verstoß wird mit einer Geldstrafe von 400 bis 4000 Euro geahndet. Nur Pickerl-Sünder, die an Ort und Stelle eine Ersatzmaut von 120 Euro entrichten, bleiben straffrei. Vorsicht: In Österreich verhängte Mautstrafen können auch in Deutschland vollstreckt werden. </P><P>Ungarn</P><P>In Ungarn sind die Autobahnen M1 (österreichisch-ungarische Grenze bis Budapest), M3 (Budapest-Fözesabony) und M7 (von Budapest zum Balaton) vignettenpflichtig. Man kann zwischen einer Jahresvignette für umgerechnet rund 120 Euro, einer Monatsvignette für rund 13 Euro, einer neun Tage gültigen Wochenvignette für rund acht Euro und ab sofort auch einer Vier-Tages-Vignette für rund vier Euro wählen. Letztere Variante gilt nur bis zum 31. August und auch nur für Pkw. Autofahrer ohne Vignette müssen eine Geldstrafe von 100 000 Forint (das entspricht zirka 390 Euro) zahlen.</P><P>Tschechien</P><P>Die für Autobahnen und Schnellstraßen erforderliche Gebührenvignette gibt es als Jahresvignette (Gültigkeit wie in der Schweiz) für 25 Euro, als Ein-Monats-Vignette für 6,30 Euro und als Zehn-Tages-Vignette für rund drei Euro. Von Vignetten-Sündern werden bis zu 5000 Kronen (rund 155 Euro) kassiert.</P><P>Slowakei</P><P>Die Vignetten braucht man hier für Autobahnen und Kraftfahrstraßen. Die erforderliche Plakette gibt es als Jahresvignette für umgerechnet 9,60 Euro und als 15-Tages-Ticket für rund 1,50 Euro. Die Geldstraße für das Fahren ohne Vignette ist in der Slowakei vergleichsweise moderat und beträgt zwischen 1000 und 3000 Kronen (24 bis 72 Euro).<BR></P><P> </P>

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