Pierer: Falls Transrapid, dann nur in München

- München - Nach dem Scheitern des Metrorapid-Projekts in Nordrhein-Westfalen steht Siemens-Chef Heinrich von Pierer neuen Vorschlägen für Transrapid-Strecken in Deutschland skeptisch gegenüber. Von ins Gespräch gebrachten Alternativen wie etwa einer Transrapid-Strecke zwischen Berlin und Leipzig oder von Frankfurt zum Flughafen Hahn im Hunsrück halte er nicht viel, sagte Pierer dem "Spiegel".

<P>Es sei nicht hilfreich, wenn der Transrapid mit "unausgereiften Ideen" in Zusammenhang gebracht und dadurch zerredet werde. "Ich hoffe, dass das Sommerloch keine weiteren Vorschläge dieser Art hervorbringen wird." Jetzt müsse man sich auf den Bau der Transrapid-Strecke in München konzentrieren, betonte Pierer. Für die Trasse gebe es "sehr gute Argumente". Der Flughafen brauche ein schnelles Transportmittel zum Hauptbahnhof. Er habe große Hoffnung, dass sich die Stadt München überzeugen lassen werde.</P><P>Die etwa 40 Kilometer lange Flughafen-Trasse in München soll 1,6 Milliarden Euro kosten und die derzeitige Fahrzeit von rund 40 Minuten mit der S-Bahn je nach Streckenführung auf 10 bis 18 Minuten verkürzen. Die Deutsche Bahn rechnet allerdings vor, dass auch mit dem Bau einer neuen Eisenbahnlinie für 950 Millionen Euro die Fahrzeit auf 20 Minuten verkürzt werden könnte. Ein Ausbau der derzeitigen Strecke würde den Angaben zufolge 30 Millionen kosten und die Fahrzeit auf 30 Minuten verringern.<BR></P>

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