News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Der zweitägige Germanwings-Pilotenstreik ist beendet. Die Flugzeugführer sperren sich unter anderem gegen eine Reform ihrer Übergangsrenten bis zum Renteneintritt. Foto: Paul Zinken

Pilotenstreik bei Germanwings beendet

Köln (dpa) - Nach dem zweitägigen Pilotenstreik läuft bei der Lufthansa-Tochter Germanwings der Flugbetrieb wieder weitgehend reibungslos. Der Ausstand war am Samstag um Mitternacht zu Ende gegangen.

An den Drehkreuzen Düsseldorf und Köln/Bonn würden Starts und Landungen von Germanwings-Maschinen im gewohnten Umfang abgewickelt, sagten Sprecher der beiden Airports.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hatte die Piloten zu Arbeitsniederlegungen am Donnerstag und Freitag aufgerufen. Dadurch waren etwa 40 Prozent der an beiden Tagen zusammen rund 900 Flüge ausgefallen. Rund 80 Prozent der Fluggäste seien allerdings ans Ziel gekommen, indem sie zum Beispiel auf andere Gesellschaften umgebucht wurden, hieß es bei Germanwings. Dem Unternehmen sei dennoch ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstanden.

Es sei gelungen, mit dem Streik den wirtschaftlichen Druck auf die Lufthansa zu erhöhen, sagte ein VC-Sprecher am Samstag. Er forderte von dem Konzern "endlich ein verhandlungsfähiges Angebot". Geschehe das nicht, "werden wir über weitere Maßnahmen nachdenken".

Die Piloten hatten in den vergangenen Monaten wiederholt bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gestreikt. Vordergründiger Streikanlass ist die umstrittene Übergangsversorgung der Piloten bis zur gesetzlichen Rente. Es ist aber auch ein Vielzahl weiterer Tarifthemen ungelöst - und es gibt einen heftigen Streit über den künftigen Kurs bei Europas größtem Luftfahrtkonzern.

Verdi-Chef Frank Bsirske warf der Pilotengewerkschaft vor, die zwischen der Konkurrenz aus Billigfliegern und Airlines vom Golf eingeklemmte Lufthansa in "eine Gefährdungssituation zu bringen": Die Piloten verteidigten "eine richtig luxuriöse Alterssicherungsregelung", sagte Bsirske dem Südwestrundfunk (SWR). Das sei nicht im Interesse der anderen Beschäftigtengruppen.

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