Pilotenstreik bei Lufthansa beendet - Luftverkehr normalisiert sich

Frankfurt/Main - Der Pilotenstreik bei zwei Töchtern der Lufthansa ist beendet. Um Mitternacht endete der 36 Stunden lange Zeitraum, für den die Vereinigung Cockpit ihre Mitglieder bei CityLine und Eurowings zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen hatte. Durch den Arbeitskampf waren insgesamt rund 900 Flüge ausgefallen. Eine genaue Bilanz wird für den heutigen Donnerstag erwartet. Der Verkehr dürfte sich indes heute wieder normalisieren.

Unabhängig vom Pilotenstreik endet heute Abend die zehntägige Urabstimmung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unter den Boden- und Kabinenbeschäftigten. Über das Ergebnis der Abstimmung und über das weitere Vorgehen will ver.di an diesem Freitag informieren. In der Branche wird damit gerechnet, dass es dadurch vom kommenden Sonntag oder Montag an vor allem auf kürzeren Strecken zu Behinderungen kommt.

Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer hatte am Mittwochabend vergeblich an ver.di appelliert, Gespräche "unter Mitwirkung eines neutralen Dritten" wieder aufzunehmen und auf Streiks zu verzichten. Die Gewerkschaft ver.di wies die Forderung umgehend zurück: Schon bei den gescheiterten Verhandlungen habe Lufthansa zu erkennen gegeben, dass sie sich "in die Schlichtung retten" wolle, sagte ver.di- Sprecher Harald Reutter.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für rund 50 000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine knapp zehn Prozent mehr Geld. Lufthansa hatte angeboten, die Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 6,7 Prozent zu erhöhen. Zusätzlich wäre einmalig ein Prozent eines Jahresgehalts gezahlt worden. Die Laufzeit des Vertrages sollte 21 Monate bis Ende Februar 2010 betragen. Bei den rund 1000 betroffenen Piloten geht es darum, dass die Gehälter bei den Töchtern näher an das Niveau der Konzernmutter gebracht werden sollen. Hier hatte Lufthansa zuletzt 5,5 bis 6,5 Prozent mehr Geld bei 18 bis 24 Monaten Laufzeit sowie Einmalzahlungen angeboten.

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