Pixelpark und Elephant Seven fusionieren

- Berlin- Die Internet-Dienstleister Pixelpark (Berlin) und Elephant Seven (München) gehen zusammen. Die Vorstände beider Unternehmen unterzeichneten eine Grundsatzvereinbarung über die Fusion, wie die börsennotierten Aktiengesellschaften in Berlin mitteilten. Es handele sich um einen partnerschaftlichen Zusammenschluss, der bis zum Jahresende vollzogen sein soll.

Im kommenden Jahr will der fusionierte Konzern mehr als 50 Millionen Euro Umsatz erzielen. Pixelpark erwirtschaftete 2005 rund 24,2 Millionen Euro Umsatz, bei Elephant Seven waren es 10,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2005/06 (31. März). Beide Konzerne schrieben im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn (Pixelpark: 586 000 Euro, Elephant Seven: 159 000 Euro), wiesen aber unterm Strich ein Minus aus (Pixelpark: minus 185 000 Euro, Elephant Seven: minus 246 000 Euro).

Die Unternehmen mit zusammen knapp 400 Mitarbeitern sehen sich wechselseitig als gute Ergänzung mit Stärken im Bereich Kommunikation bei Elephant Seven und in der Systemtechnologie bei Pixelpark, wie Elephant-Seven-Chef Horst Wagner sagte. Noch ist nicht geklärt, wie das fusionierte Unternehmen heißen und wo sich der Hauptsitz befinden wird. Wagner und Pixelpark-Vorstandschef Michael Riese wollen den neuen Konzern zunächst gemeinsam führen.

Pixelpark gehörte einst zu den Vorzeigeunternehmen am Neuen Markt, war nach dem Ende des Internet-Booms aber in Turbulenzen geraten und hatte Personal abgebaut. Seit 2003 betreibt das neue Management eine Sanierung, mit der 2005 erstmals die Gewinnschwelle im operativen Geschäft erreicht wurde. Elephant Seven war zuletzt an der Übernahme der Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby interessiert, nahm davon aber in der vergangenen Woche Abstand.

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