VW plant Auto für unter 8000 Euro

Kein Billigauto: - Wolfsburg - Der VW-Konzern will im Jahr 2009 ein Auto für weniger als 8000 Euro auf den Markt bringen. "Beim Basispreis könnte die vierstellige Zahl hier zu Lande mit einer Sieben beginnen", kündigte Konzernchef Martin Winterkorn an. Der Autohersteller plane einen "Volkswagen im besten Sinne des Wortes, kein Billigauto". Das Fahrzeug sei ausschließlich für den deutschen Markt bestimmt.

Ein noch preisgünstigeres Auto, das umgerechnet lediglich 6000 bis 7000 Euro kostet, soll bei der VW-Tochter Skoda für Schwellenmärkte wie Russland und Indien entstehen.

Winterkorn will zudem die Profile der verschiedenen VW-Marken sowie ihre jeweiligen geographischen Schwerpunkte deutlicher als bisher herausarbeiten: "Die Positionierung von Skoda und Seat sollten wir ein wenig nachschärfen", betonte Winterkorn. "Ein Ziel für Seat ist klar: Die müssen die Nummer eins in Spanien werden." Eine Trennung von der spanischen Krisenmarke lehnt Winterkorn ab. "Wenn eine Tochtermarke mal nicht so gut dasteht, sollte man sie nicht gleich aufgeben."

Auch an der umstrittenen Oberklasse-Strategie des Konzerns, zu der Bugatti gehört, hält man fest. Allerdings bekommt die Marke einen neuen Chef: Thomas Bscher geht, sein Nachfolger soll Bentley-Chef Franz-Josef Paefgen werden.

Die 94 000 VW-Mitarbeiter in Deutschland erhalten dieses Jahr einen Bonus von mehr als 2200 Euro. "Wir schütten zehn Prozent des operativen Gewinns an die Belegschaft aus. Der Betrag wird in den nächsten Jahren mit den verbesserten Ergebnissen steigen", sagte der VW-Personalvorstand  Horst Neumann. Zugleich kündigte er an, dass der Konzern dieses Jahr erstmals wieder eine größere Zahl von Hochschulabsolventen einstellen wolle, rund 500 Leute: "Da haben wir einen Nachholbedarf nach den Sparprogrammen der letzten Jahre."

Zugleich werde der Stellenabbau weitergehen, betonte Neumann. "Im vorigen Jahr haben 7200 Mitarbeiter den Konzern verlassen. Bis zum Jahr 2009 werden noch einmal 7000 Mitarbeiter vorzeitig in Rente gehen."

Seinen 2005 zurückgetreten Personalvorstand Peter Hartz will VW weiterhin nicht entlasten. In der Einladung zur Hauptversammlung am 19. April schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, Hartz keine Entlastung auszusprechen. Hartz war Ende Januar wegen Untreue und Begünstigung eines Betriebsrats zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 576 000 Euro verurteilt worden.

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