Pleite-Griechen leihen sich 1,17 Milliarden Euro

Athen - Griechenland ist bekanntermaßen pleite. Das Finanzministerium hat sich nun dennoch 1,17 Milliarden Euro geliehen - um zu sehen, wie der Finanzmarkt reagiert.

Auf dem langen Weg zur Genesung seiner Finanzen ist es Griechenland am Dienstag erneut gelungen, Geldmarktpapiere für 1,17 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von 13 Wochen zu platzieren. Die Rendite habe mit 3,75 Prozent niedriger als im September gelegen, teilte das griechische Finanzministerium mit. Damals hatte sich Athen für 13 Wochen 1,17 Milliarden Euro zu einer Rendite von 3,98 Prozent geliehen. Finanzexperten rechnen damit, dass Athen erst Ende 2012 versuchen wird, Papiere mit längeren Laufzeiten am Finanzmarkt zu platzieren.

Athen leiht sich seit Anfang Oktober jeden Dienstag kleinere Summen für eine kurze Laufzeit, um zu “fühlen“, wie die Märkte reagieren.

Kontrolleure der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission sowie des IWF prüfen in Athen laufend die Bücher. Von ihren Berichten hängt es ab, ob Athen Finanzspritzen erhält. Die nächste Summe in Höhe von neun Milliarden Euro ist für Mitte Dezember vorgesehen. Seit Inkrafttreten eines EU-IWF-Rettungspakets hat Athen bislang 29 Milliarden Euro geliehen bekommen. Das gesamte Rettungspaket für Griechenland umfasst 110 Milliarden Euro über drei Jahre.

dpa

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