Pleitewelle schwächt sich ab

- Wiesbaden - Die Pleitewelle bei den Unternehmen in Deutschland schwächt sich ab. Erstmals seit mehr als einem Jahr meldeten im Januar weniger als 3000 Firmen Insolvenz an, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Bei den Amtsgerichten gingen 2826 Anträge auf Unternehmensinsolvenz ein, 6,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit unterschritt die Zahl zum ersten Mal seit November 2003 wieder die Marke von 3000.

Nach einer Prognose der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen trotz der erwarteten leichten Konjunkturbelebung aber auch in diesem Jahr auf einem hohen Stand verharren. Für 2005 rechnet Creditreform mit 38 000 bis 40 000 Unternehmensinsolvenzen. 2004 Jahr war die Zahl der betroffenen Firmen erstmals seit fünf Jahren leicht gesunken. Laut Statistischem Bundesamt meldeten sich 39 213 Firmen zahlungsunfähig, 0,3 Prozent weniger als 2003.<BR><BR>Anhaltend hoch ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. Im Januar meldeten 4521 überschuldete Haushalte Insolvenz an, 39,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit der Gesetzesänderung Ende 2001, die die Stundung der Verfahrenskosten vorsieht, sei "ein Riesenberg angewachsen", der jetzt abgearbeitet werden müsse, erklärte ein Statistiker. Deshalb sei bei den Verbraucherinsolvenzen weiterhin mit hohen Zuwachsraten zu rechnen, wogegen der Trend bei den Unternehmensinsolvenzen derzeit nicht weiter nach oben zeige.

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