Pleitewelle bei den Unternehmen ebbt ab

- Wiesbaden - Die Pleitewelle bei Unternehmen in Deutschland hat sich weiter abgeflacht. Im ersten Quartal 2006 registrierten die Amtsgerichte 8410 Unternehmensinsolvenzen - das waren 8,4 Prozent weniger als im ersten Vierteljahr 2005, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit habe sich der Anfang 2005 eingesetzte Trend fortgesetzt. Als Grund wird die Belebung der Wirtschaft genannt.Die Verbraucherinsolvenzen steigen dagegen weiter an. Im ersten Quartal wurden 21 726 Insolvenzen von überschuldeten Privatleuten registriert.

Das waren 50,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Experten machen dafür die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich. Zudem könnten viele Haushalte mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen nur schlecht wirtschaften.

Nach Einschätzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wird sich dieser Trend im Gesamtjahr fortsetzen. Die Zahl der Unternehmenspleiten werde auf bis zu 36 000 sinken nach 38 000 im vergangenen Jahr. Creditreform rechnet mit bis zu 110 000 zahlungsunfähigen Verbrauchern nach 98 400 im Vorjahr.

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