Porsche: Sitzung des Aufsichtsrats vorgezogen

Stuttgart - Der Porsche-Aufsichtsrat ist nach Angaben aus Unternehmenskreisen bereits am Mittwochabend zugekommen, um über die Zukunft des hoch verschuldeten Sportwagenbauers zu beraten.

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Schlussrunde im Machtkampf um Porsche

Ursprünglich wollte das Kontrollgremium erst am Donnerstag über einen Rettungsplan und die Zusammenarbeit mit VW entscheiden. Erwartet wird, dass es bei der Sitzung auch um die Zukunft von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking geht. Spekuliert wird, dass der Manager seinen Platz räumen muss, wenn der Übernahmekampf zwischen Porsche und VW entschieden ist.

Der Sportwagenbauer wollte die Sitzung nicht bestätigen. “Zu Spekulationen äußern wir uns nicht“, sagte ein Sprecher. Über eine grundsätzliche Einigung der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch sowie eine feststehende Rekordablöse für Wiedeking von 250 Millionen Euro hatten am Mittwochvormittag aber bereits mehrere Medien berichtet.

Porsche hatte dagegen am Mittwoch betonte, Wiedeking sei weiter im Amt und werde sein Entschuldungskonzept bei der Sitzung des Kontrollgremiums in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender vorstellen. Auf der Tagesordnung stünden der Einstieg von Katar sowie eine Kapitalerhöhung mit Hilfe der Eigentümerfamilien, sagte ein Sprecher.

Am Donnerstag tagt auch der VW-Aufsichtsrat. Die Wolfsburger wollen Porsche in mehreren Schritten übernehmen und als zehnte Marke in den VW-Konzern eingliedern. Die Porsche Holding soll mit dem Erlös die Schulden von zehn Milliarden Euro tilgen können. Wiedeking kämpft dagegen vehement gegen einen Verkauf von Porsche an VW.

dpa

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