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Der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück (links) und der Porsche-Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking während einer Porsche-Betriebsversammlung in Stuttgart .

Porsche-Betriebsrat über Wulff: "Einfach mal die Klappe halten"

Frankfurt/Main - Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück hat mit deutlichen Worten Konzernchef Wendelin Wiedeking den Rücken gestärkt.

Der Manager werde so lange im Unternehmen bleiben, wie es sein Vertrag zulasse, sagte Hück am Mittwochabend im ZDF. Das sei bis zum Jahr 2012.

Zugleich griff Hück den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff scharf an. Angesprochen auf den möglichen Einstieg des Emirates Katar bei Porsche sagte Hück, er erwarte von Politikern, dass sie sich für Arbeitsplätze einsetzten. “Und ich erwarte jetzt auch, dass Günther Oettinger , Ministerpräsident von Baden-Württemberg, jetzt ein Machtwort spricht und auch seinem Parteifreund sagt, er soll jetzt einfach mal die Klappe halten.“

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Machtkampf bei Porsche und Volkswagen. Der Sportwagenbauer wollte VW eigentlich übernehmen, verschuldete sich aber und ist jetzt in Problemen. Die Rettung soll eine Investition aus Katar sein. Wulffs Bundesland ist zweitgrößter Aktionär bei VW und favorisiert einen Konzern unter Wolfsburger Führung. Hück warf in dem Interview dem CDU -Politiker erneut vor, bei Banken dafür gesorgt zu haben, dass der Sportwagenbauer kein Geld mehr bekomme. “Der nervt uns im Moment.“

Die Staatskanzlei in Hannover hatte die Vorwürfe Hücks bereits in scharfer Form zurückgewiesen. Dieser fürchte offenbar um seine Privilegien, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch.

Oettinger: Wulff “überzieht“

Oettinger kritisierte unterdessen seinen niedersächsischen Amtskollegen. Wulff “überzieht in seiner Kommentierung handelnder Personen“, sagte der Regierungschef der “Stuttgarter Zeitung“. Er sprach in diesem Zusammenhang von “Kriegsgeschrei“. Zugleich warb Oettinger für eine vertiefte Zusammenarbeit der Firmen. “Ein integrierter Konzern ist das richtige Ziel.“ Porsche sei bei aller Exzellenz zu klein, um in Forschung und Entwicklung vorne zu bleiben. Das Unternehmen allein baue nicht die erforderlichen Stückzahlen.

AP

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