Porsche-Chef rechtfertigt seine Millionen-Bezüge

Stuttgart/Hamburg - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sein zweistelliges Millionengehalt gegen Kritik von Bundespräsident Horst Köhler und anderen Politikern verteidigt. "Wenn ich Erfolg habe, möchte ich auch gut bezahlt werden", sagt Wiedeking der in Hamburg erscheinenden Wochenzeitung "DIE ZEIT".

In der vergangenen Woche hatte Porsche mitgeteilt, dass die sechs Porsche-Vorstände im Geschäftsjahr 2006/07 zusammen über 112 Millionen Euro verdient hätten. Dabei sind nach Medien-Informationen allein auf Wiedeking zwischen 50 und 60 Millionen Euro entfallen. Porsche selbst nannte das genaue Einkommen von Wiedeking nicht. Große Gewinnanteile von Porsche waren durch das Engagement bei VW entstanden.

Wiedeking erinnert nach Angaben der "ZEIT" daran, dass Porsche in der Krise nur noch 300 Millionen Euro wert gewesen sei, 13 Jahre unter seiner Führung später aber 25 Milliarden Euro. "Mein Vertrag ist festgeschrieben worden, als das Unternehmen gerade eine lebensbedrohliche Krise hinter sich hatte. Er wurde bis heute in seinen Grundzügen nicht mehr geändert", sagt Wiedeking. Er räumt ein, dass damals "mit der heutigen Ergebnisdimension" niemand gerechnet habe. Aber Belegschaft, die Führungskräfte und der Vorstand hätten hart dafür gearbeitet. "Dass der Vorstand davon ebenfalls entsprechend profitiert, halte ich nur für fair. Ich bin Vollblutunternehmer. Ich will hart arbeiten", sagt der Porsche-Chef.

Wiedeking sagte auch, dass er seine Steuern in Deutschland abführe, "wie Sie wissen rund 50 Prozent ­ und nicht in der Schweiz oder in Monaco." Von dem Erfolg profitiere nicht nur der Vorstand und die Belegschaft, sondern auch der Staat. Zur Kritik von Köhler sagt Wiedeking: "Er kann mich und meine Vorstandskollegen nicht gemeint haben. Der Bundespräsident spricht ja nur von den Managern, die ihr Salär auf Kosten der Mitarbeiter erhöhen. In unserem Fall profitieren aber alle vom Unternehmenserfolg." (dpa)

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