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Wendelin Wiedeking

Machtkampf um Porsche eskaliert

Stuttgart - Der Machtkampf um Porsche eskaliert: Der Sportwagenbauer wies am Mittwoch einen Bericht zurück, wonach eine Ablösung von Vorstandschef Wendelin Wiedeking in Kürze bevorstehe.

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Betriebsversammlungen bei Porsche

Porsche-Sprecher Albrecht Bamler sprach von einer gezielten Falschmeldung. “Das dementieren wir hart.“ Wiedeking sei auch noch am 23. Juli Chef des Sportwagenbauers. An diesem Tag kommen die Aufsichtsräte von Volkswagen und Porsche zu getrennten Sitzungen zusammen.

Zuvor hatte die “Wirtschaftswoche“ berichtet, Wiedeking verlasse das Unternehmen. Schon in Kürze solle über den Nachfolger entschieden werden. Als kommissarischer Nachfolger solle ein Konzernmanager gewonnen werden, der sowohl bei Porsche als auch bei VW Führungsaufgaben hatte, schrieb das Blatt.

Unterdessen forderte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück nach einer Betriebsversammlung den Einstieg eines externen Investors, ohne allerdings Katar explizit zu nennen. Zugleich sprach sich Hück dafür aus, dass die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch für die Entschuldung von Porsche Kapital nachschießen. Hück sagte in Weissach: “Wir dürfen das Geld von VW nicht dafür verwenden, dass Milliardäre reicher werden.“

Porsche für Einstieg von Katar

Das Porsche-Management favorisiert den Einstieg von Katar bei dem Stuttgarter Konzern. Katar bietet früheren Angaben zufolge insgesamt sieben Milliarden Euro für den Einstieg und den Erwerb von Optionen auf VW-Aktien. Außerdem liegt auch noch der Vorschlag des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch auf dem Tisch, wonach die Wolfsburger knapp 50 Prozent am Sportwagenbauer übernehmen sollen.

Hück, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef der Porsche-Holding ist, sagte weiter, eine Entscheidung über die Zukunft des Sportwagenbauers sei noch nicht gefallen. “Wir werden das geordnet im Aufsichtsrat diskutieren.“ Der Volkswagen-Aufsichtsrat tagt zuerst. Danach kommt das Kontrollgremium der Porsche-Holding zusammen.

Hück attackiert Wulff

Hück machte zugleich massiv Front gegen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. Der Gewerkschaftsfunktionär warf dem CDU-Politiker vor, bei Banken dafür gesorgt zu haben, dass der Sportwagenbauer kein Geld mehr bekomme. “Dafür haben wir Beweise.“ Porsche ist mit mindestens 9 Milliarden Euro verschuldet und hält knapp 51 Prozent an Volkswagen. Bei der Übernahme des Wolfsburger Konzerns hatten sich die Stuttgarter übernommen.

Niedersachen ist nach Porsche zweitgrößter Aktionär bei Europas größten Autobauer. Die Staatskanzlei in Hannover wies die Vorwürfe von Hück in scharfer Form zurück. “Uwe Hück fürchtet offenbar um seine Privilegien“, sagte ein Regierungssprecher. Bei seiner Polemik gegen Wulff und seinen unwahren Behauptungen missbrauche Hück “die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Porsche für ganz eigene Interessen“. Der Regierungssprecher erklärte, Wulff habe sich für einen 700-Millionen-Euro-Kredit von VW an Porsche und für weitere Kredite eingesetzt.

ap

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