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VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch

Porsche: Piëch unterstützt Gespräche mit Katar

Stuttgart - Bei den Gesprächen über einen möglichen Einstieg des Emirats Katar bei Porsche hat der Sportwagenbauer auch die Rückendeckung von Miteigentümer Ferdinand Piëch.

Das Unternehmen wies am Mittwoch in Stuttgart einen Bericht zurück, wonach Piëch eine rasche Einigung verhindert haben soll. “Die Familie steht geschlossen hinter den Gesprächen mit einem Investor. Ein Familientreffen, bei dem Ferdinand Piëch einen raschen Einstieg Katars bei Porsche verhindert haben soll, hat es nicht gegeben“, erklärte Porsche. Ein Sprecher stellte auf Anfrage klar, dass die Erklärung im Namen beider Familienstämme Porsche und Piëch veröffentlicht worden sei.

Porsche hält knapp 51 Prozent an Volkswagen. Die Stuttgarter hatten sich bei der Übernahme von Europas größten Autobauer übernommen und neun Milliarden Euro an Schulden angehäuft.

Porsche erklärte weiter, es bestehe auch Einigkeit in der Familie, dass die Forderung aus Wolfsburg, Katar müsse vor einem Einstieg zunächst mit dem Volkswagen-Management und dem Volkswagen-Betriebsrat Gespräche führen, jeglicher Grundlage entbehre. “Das Thema Katar ist eine reine Eigentümerangelegenheit und wird ausschließlich in der Porsche SE behandelt.“ In der Porsche-Holding sind der Volkswagenanteil und der des Sportwagenbauers gebündelt.

Katar erwartet Klarheit in zwei bis drei Wochen

Die “Financial Times Deutschland“ hatte berichtet, dass VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Piëch eine rasche Einigung mit den Scheichs verhindere. Dem Bericht zufolge will Katar nicht nur 25 Prozent an Porsche, sondern mindestens eine Aktie zusätzlich und damit eine Sperrminorität. Piëch habe im Familienkreis klargestellt, dass es für eine Entscheidung zu viele offene Fragen gebe, habe es im Umfeld der Familie geheißen.

So sei etwa unklar, wie viel Macht Katar tatsächlich erhalten solle und was die Ziele der Scheichs seien. “Es gibt bisher keine genauen Informationen, was Katar mit seinem Investment plant und wie sie den von den Familien geplanten Zusammenschluss mit VW sehen“, wurde eine Person aus dem Umfeld der Gespräche von der Zeitung zitiert.

Der Ministerpräsident von Katar , Scheich Hamad bin Dschassem al Thani, rechnet in zwei bis drei Wochen mit der Bekanntgabe von Details zum möglichen Einstieg des Staatsfonds QIA bei Porsche. Berichte, wonach QIA einen Anteil von 25 Prozent bei dem Sportwagenbauer anstrebt, wollte Scheich Hamad nicht bestätigen.

Die Verhandlungen mit Porsche dauerten noch an. Aber “in zwei bis drei Wochen wird das Bild klarer sein“, sagte der Ministerpräsident am Dienstag bei einem Treffen mit Geschäftsleuten.

AP

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