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Mitarbeiter arbeiten an einem Panamera in der Produktion der Porsche AG in Leipzig. Foto: Jan Woitas

Porsche verbucht 2014 neuen Verkaufsrekord

Stuttgart (dpa) - Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche hat 2014 einen neuen Verkaufsrekord verbucht. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 189 850 Neuwagen an Kunden ausgeliefert, wie Porsche-Chef Matthias Müller am Mittwochabend vor Journalisten sagte.

Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr 2013. Porsche hat bereits im November den Verkaufsrekord aus dem Vorjahr geknackt. Damit wird klar, dass Porsche schon 2015 die ursprünglich erst in drei Jahren anvisierte Marke von 200 000 überschreiten dürfte.

Vor allem in China liefen die Geschäfte 2014 gut, aber auch in den USA und auf dem europäischen Heimatmarkt legte Porsche zweistellig zu. Selbst in Russland liefen die Verkäufe gut, so der Porsche-Chef. Gegen den Rubel-Verfall habe sich der Sportwagenhersteller abgesichert.

Im Luxus-Segment werde der Wettbewerb zunehmend härter, sagte Müller. Daimler hatte im Sommer den Sportwagen AMG GT vorgestellt, der als Konkurrenz zu Porsches Klassiker 911 gilt. Porsche macht den Oberklasse-Herstellern seinerseits mit dem in diesem Jahr eingeführten kompakten Geländewagen Macan Konkurrenz. 50 000 Euro werde aber für Porsche die Preisgrenze nach unten bleiben, so Müller.

Von reinen E-Autos will Porsche dagegen vorerst die Finger lassen. Porsche bietet bislang nur seine Limousine Panamera sowie den Geländewagen Cayenne und den Supersportwagen 918 Spyder als Plug-In-Hybrid an. Das heißt, die Autos fahren mit Benzin, können aber auch auf Elektromotor umschalten.

Er schließe nicht aus, dass Porsche einmal ein reines E-Auto bauen werde, sagte Müller. Dafür müsse aber eine völlig neue Batterietechnik entwickelt werden. Es sei schwierig, einen Hersteller oder Zulieferer zu finden, der hier investieren wolle. Wann das soweit sei, könne er nicht sagen.

Auch beim Thema autonomes Fahren hält sich der Sportwagenbauer erst einmal zurück. Zwar werde Porsche die Assistenzsysteme verbessern und weiter in Informations- und Unterhaltungssysteme investieren. Bis zum pilotierten Fahren sei es aber noch ein weiter Weg. "Wir werden da bestimmt nicht die ersten sein", sagte Müller. Daimler und Audi hatten diese Woche auf der Technik-Messe CES in Las Vegas selbstfahrende Autos vorgestellt.

Spekulationen um ihn als möglichen Nachfolger von VW-Chef Winterkorn bezeichnete Müller als "lästig". "Das ist außen mehr ein Thema als innen", sagte er. "Ich bin kein potenzieller Nachfolger für Herrn Dr. Winterkorn", sagte der Porsche-Chef. "Ich bin zu alt für den Job", sagte der heute 61-Jährige. Es sei keine Lösung, 2016 einen 63-Jährigen an die Spitze des Volkswagen-Konzerns zu setzen. Er werde seinerseits in den kommenden Jahren einen Nachfolger bei Porsche aufbauen, kündigte Müller an. Sein Vertrag läuft 2019 aus.

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