Porsche will bei VW 19 Prozent übernehmen

- Stuttgart/Bonn - Der Autobauer Porsche will 19 Prozent der Anteile von Volkswagen übernehmen. Das geht aus der Anmeldung des Erwerbs beim Bundeskartellamt hervor, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Bonn bestätigte. Bislang hatte Porsche angekündigt, sich mit "rund 20 Prozent des stimmberechtigten Kapitals" an der Volkswagen AG zu beteiligen. Die erste Prüfphase beim Kartellamt endet am 31. Oktober. Bis dahin fällt die Behörde eine Entscheidung oder erklärt, dass sie den Fall näher untersuchen wird.

Nach Angaben eines Porsche-Sprechers vom Dienstag hat der Sportwagenhersteller bislang 10,26 Prozent der VW-Stammaktien erworben. Auf die Frage, warum nicht 20 Prozent beim Kartellamt angemeldet worden seien, sagte der Porsche-Sprecher: "vielleicht werden es auch 19,8 Prozent."

Die VW-Aktie gewann bis Dienstagmittag bei einem regen Handel gut 3 Prozent auf mehr als 53 Euro und war Spitzenreiter im DAX. Zwischenzeitlich war das Papier um fast fünf Prozent gestiegen. Händler vermuteten, es würden vermutlich Aktien für Porsche eingesammelt.

Mit 19 bis 20 Prozent würde Porsche zum größten VW-Aktionär aufsteigen. Bislang hat diese Rolle das Land Niedersachsen mit 18,2 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien.

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