+
"Porzellan mit Weltruf" steht auf dem Ortschild von Arzberg. Jetzt scheint das bald Vergangenheit zu sein.

Porzellanhersteller Arzberg geht in Insolvenz

Schirnding - Eine Ära geht zu Ende - über 200 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Der oberfränkische Porzellanhersteller Arzberg hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Wie das Unternehmen aus Schirnding (Landkreis Wunsiedel) am Dienstag mitteilte, führten Umsatzeinbußen von rund 25 Prozent zu diesem Schritt. Man habe einen Großkunden verloren und leide unter der starken Billigkonkurrenz aus Asien, sagte eine Sprecherin. Mehr als 200 Mitarbeiter am Standort Schirnding bangen nun um ihre Jobs.

Das Unternehmen gibt es bereits seit dem Jahr 1887. Im September 2011 übernahm die RPS 1 GmbH aus Salzburg die Mehrheit. In den vergangenen Jahren erwirtschaftete das Unternehmen durchschnittlich etwa 15 Millionen Euro Jahresumsatz. Die Geschäftsführung hoffe, mit dem Insolvenzantrag den Betrieb aufrechterhalten zu können und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, sagte die Sprecherin.

Die Porzellanindustrie im Nordosten Bayerns wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gebeutelt - zahlreiche Jobs brachen weg, viele Unternehmen fusionierten oder verschwanden komplett vom Markt. Am spektakulärsten war die Insolvenz des Traditionsunternehmens Rosenthal im Jahr 2009, die bundesweit für Aufsehen sorgte.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Euro-Finanzminister ringen um Griechenland-Hilfen
Wichtige Hürden vor der Auszahlung frischer Kredite an Griechenland sind bereits genommen. Aber ein alter Streit holt die Unterhändler immer wieder ein.
Euro-Finanzminister ringen um Griechenland-Hilfen
Am Hauptstadtflughafen soll billiger gebaut werden
Der BER ist nicht fertig, aber schon zu klein. Daher wird der Ausbau geplant - jedoch für kleineres Geld als bisher. Flughafenchef Lütke Daldrup muss sich derweil Fragen …
Am Hauptstadtflughafen soll billiger gebaut werden
Flixbus übernimmt Fernbusgeschäft der österreichischen ÖBB
Berlin (dpa) - Der deutsche Marktführer Flixbus übernimmt Hellö, das Fernbusgeschäft der Österreichischen Bundesbahnen. Ab August sollen die Hellö-Linien in das …
Flixbus übernimmt Fernbusgeschäft der österreichischen ÖBB
Daimler forciert Elektro-Offensive: Batteriefabrik in Kamenz
Kamenz (dpa) - Der Autobauer Daimler forciert seine Elektro-Offensive und errichtet deshalb einen weltweiten Produktionsverbund für Batterien.
Daimler forciert Elektro-Offensive: Batteriefabrik in Kamenz

Kommentare