Positive Einstellung: Deutschlands größte Arbeitsplatz-Beschaffer

- München - Trotz Arbeitslosen-Rekord und tausendfachem Stellenabbau haben viele deutsche Unternehmen für Beschäftigung in Deutschland gesorgt. Die Elektromarkt-Kette Media-Saturn, Bosch und BMW haben im vergangenen Jahr die meisten Arbeitsplätze geschaffen, wie die "Wirtschaftswoche" ermittelt hat. BMW kündigte allerdings an, beim Personalaufbau künftig weniger stark zuzulegen.

<P>Mit 2585 zusätzlichen Stellen entstanden bei der Elektromarkt-Kette Media-Saturn die meisten in Deutschland. Die Tochter des Handelskonzerns Metro erhöhte ihre Mitarbeiterzahl damit um mehr als zehn Prozent auf knapp 25 000. Beim Automobilzulieferer Bosch entstanden 2000 zusätzliche Stellen (insgesamt 110 700) und bei BMW 1436 (insgesamt 80 000). Der bayerische Autobauer hatte die Liste in den Vorjahren angeführt. Seit dem Jahr 2000 hat BMW der Liste zufolge rund 13 500 deutsche Arbeitsplätze geschaffen.<BR><BR>Hinter dem Spitzentrio folgten im vergangenen Jahr auf Rang 4 die Möbelhaus-Kette Ikea mit einem Plus von 1198 Stellen und die Lufthansa mit 1152 neuen Jobs. Erstmals seit Jahren zeichnen sich dem Bericht zufolge wieder Trends ab, in welchen Branchen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. So führe die Erholung in der Reise- und Touristikbranche dazu, dass neben Lufthansa die Billigflieger Easyjet (plus 500) und Germanwings (plus 183) sowie der Frankfurter Flughafen (plus 895) Stellen schufen.<BR><BR>Auch die Zeitarbeitsfirmen haben der Umfrage zufolge kräftig zugelegt. Mit Manpower (Rang 6, 1050 neue Stellen), Randstad (plus 1000), der DIS AG (plus 884) und der Job AG (plus 673) sind vier Arbeitskräfteverleiher unter den zwölf größten Arbeitsplatz-Beschaffern.<BR><BR>BMW will bei seiner Personalentwicklung künftig weniger Gas geben als in den vergangenen Jahren. Die Wachstumspläne bei Absatz und Modellpalette könnten im Wesentlichen mit dem jetzigen Personalbestand bewältigt werden, eine starke Aufstockung sei nicht mehr vorgesehen, sagte BMW-Personalvorstand Ernst Baumann. "Wir haben damit eine Anschubfinanzierung für zukünftiges Wachstum geleistet. Die Mannschaft ist weitgehend komplett."<BR></P>

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