Post-Gewerkschaft GNBZ gibt auf

Erfurt - Die Ende 2007 gegründete “Gewerkschaft Neue Brief- und Zustelldienste“ gibt auf. Verdi fordert den Arbeitgeberverband AGV-NBZ auf, um Mindestbedingungen für die Briefdienstebranche aufzunehmen.

Die erst Ende 2007 gegründete “Gewerkschaft Neue Brief- und Zustelldienste“ (GNBZ) gibt auf. Die Organisation und der ihr nahestehende Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste (AGV-NBZ) zogen ihre Beschwerden vor dem Bundesarbeitsgericht in Leipzig zurück. Damit sei die Entscheidung der Vorinstanzen rechtsgültig, der GNBZ den Status einer Gewerkschaft abgesprochen und sie für nicht tariffähig erklärt hatten, erklärte das Bundesarbeitsgericht am Donnerstag.

Die Gewerkschaft ver.di forderte den Arbeitgeberverband der Post-Konkurrenten auf, nun Tarifverhandlungen über Mindestbedingungen für die Briefdienstebranche aufzunehmen. Die GNBZ hatte eine gewisse Bekanntheit erlangt, da sie mit dem Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) einen Mindestlohn zu einem geringeren Satz ausgehandelt hatte als ver.di mit dem von der Deutschen Post dominierten AGV Postdienste.

Wegen eines Formfehlers hatte das Bundesverwaltungsgericht Ende Januar den von der Bundesregierung als für die gesamte Branche verbindlich festgesetzten höheren Mindestlohn ausgehebelt.

dapd

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