+
Eine Mitarbeiterin der Deutschen Post sortiert Großbriefe im Briefzentrum in Leipzig. Foto: Jan Woitas/Archiv

Logistikkonzern

Post leidet unter Grippewelle und Panne um fehlende Hähnchen

Bonn/London (dpa) - Die Grippewelle und ein Desaster um fehlende Hähnchen bei der Fastfood-Kette KFC haben der Deutschen Post den Start ins Jahr vermiest.

Vorstandschef Frank Appel sieht den Logistikkonzern zwar auf Kurs für das laufende Jahr, auch weil der boomende Online-Handel das Paketgeschäft antreibt. Allerdings liege "noch viel Arbeit vor uns", räumte er ein.

Von Januar bis März erzielte die Post einen Umsatz von 14,75 Milliarden Euro und damit knapp ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Neben Währungseffekten drückte der Verkauf der Tochter Williams Lea auf die Erlöse, wie der Konzern mitteilte. Der Gewinn sank überraschend um fünf Prozent auf 600 Millionen Euro.

Zwar legten der Gewinnbringer DHL Express mit dem lukrativen Geschäft um zeitkritische Sendungen sowie die lange darbende DHL-Frachtsparte zu. Im Bereich PeP, in der die Post ihr heimisches Briefgeschäft, das Paketgeschäft in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie die Digitalangebote bündelt, sorgten aber hohe Investitionen, der Tarifabschluss mit den Beschäftigten und die Grippewelle für einen Gewinnrückgang. "Wir brauchten viele Aushilfskräfte, um das aufzufangen", sagte Finanzchefin Melanie Kreis.

Für teuren Ärger sorgte ferner eine Panne im Geschäft mit der Schnellrestaurant-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC). Die Post-Sparte DHL-Lieferkettenlogistik hatte Anfang des Jahres die Belieferung der KFC-Filialen in Großbritannien und Irland übernommen. Doch die Belieferung stockte, den Restaurants fehlten massenhaft Hähnchen. Hunderte Filialen mussten zeitweise schließen. "Wir sind auf sehr sehr gutem Wege, zum Normalbetrieb zurückzukommen", betonte Kreis. Wie viel die Post das Debakel kostet, sagte sie nicht.

Mitteilung Post

Die Aktie der Deutschen Post im Fokus:

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Kommission mahnt Airbnb wegen Regelverstößen ab
Brüssel (dpa) - Pünktlich zur Hauptreisesaison nimmt die EU-Kommission den US-Zimmervermittler Airbnb ins Visier.
EU-Kommission mahnt Airbnb wegen Regelverstößen ab
Die meisten zwischen 18 und 64 leben von ihrer Arbeit
Wiesbaden (dpa) - In Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die mit ihrem Job ihren Lebensunterhalt bestreiten. Im vergangenen Jahr traf das auf 72 Prozent der …
Die meisten zwischen 18 und 64 leben von ihrer Arbeit
Dax mit moderaten Gewinnen
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit moderaten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Für eine positive Entwicklung sorgte die Deutsche Bank, die für …
Dax mit moderaten Gewinnen
Chinas Wirtschaft wächst um 6,7 Prozent
China droht ein ausgewachsener Handelskrieg mit den USA. Ist seine Wirtschaft dafür gewappnet? Pekings Statistikamt zeichnet das Bild einer starken Wirtschaft, aber der …
Chinas Wirtschaft wächst um 6,7 Prozent

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.