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Neben der Post-Tochter DHL sind rund ein Dutzend bundesweiter Paketdienste damit beschäftigt, kleine und große Überraschungen durch Deutschland zu transportieren oder dafür zu sorgen, dass die Weihnachtspost auch im Ausland rechtzeitig ankommt.

Post-Logistiker im Wettstreit

Weihnachts-Pakete haben’s eilig

Die wachsende Konkurrenz in der Logistikbranche kommt dem Verbraucher zugute – besonders in der Weihnachtszeit, wo bis zu dreimal mehr Pakete als in normalen Monaten durch Deutschland transportiert werden. Allerdings laufen die ersten Abgabefristen für Heiligabend jetzt ab.

Das Christkind hat auch in diesem Jahr besonders viele Helfer: Neben der Post-Tochter DHL sind rund ein Dutzend bundesweiter Paketdienste damit beschäftigt, kleine und große Überraschungen durch Deutschland zu transportieren oder dafür zu sorgen, dass die Weihnachtspost auch im Ausland rechtzeitig ankommt.

Die Logistiker bei Post & Co. rotieren, denn die Deutschen sind eifrige Grußverschicker und spendable Schenker. „Im Dezember haben wir rund doppelt so viele Briefe und dreimal mehr Pakete als in den übrigen Monaten“, sagt Post-Sprecher Uwe Bensien.

Hermes schlägt DHL

Hermes schlägt DHL Wenn sie ihre Lieben in der Ferne mit einem Paket überraschen wollen, haben die Deutschen bei der Suche nach dem passenden Geschenkeschlitten die Qual der Wahl: Die Deutsche Post nimmt an über 13 500 Annahmestellen die diesjährigen Weihnachtsüberraschungen in Empfang, Mitbewerber Hermes hat nach eigenen Angaben sogar mehr als 14 000 Shops eingerichtet. Und auch die „kleineren“ Konkurrenten haben aufgerüstet: GLS hat bereits mehr als 5000 Paketshops eröffnet. Die Annahmestellen der Post-Konkurrenten befinden sich meist in Einkaufszentren, Tabakläden oder Wäschereien.

Bei den Angebotskonditionen schafft es tatsächlich ein Mitbewerber der Deutschen Post, dem gelben Riesen die Stirn zu bieten: Hermes berechnet für den Paketversand 6,90 Euro und holt das Paket direkt vor der Haustür des Kunden ab. Bei der Post-Tochter wird derselbe Preis verlangt, der Kunde muss das Paket jedoch selbst zur Annahmestelle bringen – oder er zahlt einen Aufpreis von drei Euro, um sich den Weg zum Postschalter zu sparen.

Allerdings sollte die Abholung gut geplant sein: „Die Paketdienste können in der Vorweihnachtszeit die Abholzeiten nur schwer einhalten. Postkunden sollten deshalb das Paket dort abholen lassen, wo der Absender über einen größeren Zeitraum erreichbar ist“, sagt Eike Böttcher vom internetbasierten Preisvergleichsportal „posttip.de“.

Die Tarife für kleine Sendungen sind bei Hermes, DPD und DHL fast identisch – rund vier Euro werden für den Versand der Mini-Überraschung fällig. Den günstigsten Tarif für ein fünf Kilo schweres Paket bietet Hermes mit 6,30 Euro. Vergleichsweise teuer sind Iloxx, Der Courier und eParcel – hier kostet der Versand zwischen 8,63 und 11,49 Euro.

Ihren Terminkalender sollten die Kunden der Speditionsdienste in der Vorweihnachtszeit ohnehin parat haben – denn die Fristen für die Abgabe laufen bald ab: DHL und Hermes nehmen Weihnachtspakete noch bis zum 22. Dezember an. „Für alle Pakete, die bis dahin in den Paketshops abgegeben wurden, unternehmen wir definitiv einen Zustellversuch bis Heiligabend“, sagt Oliver Kuhn, Bereichsleiter Logistiksteuerung bei Hermes. Bei GLS müssen die Pakete schon einen Tag vorher abgegeben werden.

Wer Freunde in der Ferne hat, muss sich beeilen: Alle Pakete, die in ein direkt benachbartes EU-Mitgliedsland geschickt werden sollen, müssen bei der Post bis zum 12. Dezember abgegeben werden. Bei Hermes reicht eine Abgabe europäischer Weihnachtspost bis zum 16. Dezember und bei GLS bis zum 17. Dezember. Für Weihnachts-Sendungen außerhalb Europas ist es bei DHL bereits zu spät und Hermes liefert generell nicht über die EU-Grenzen hinaus.

Sparen durch Internet

Beim diesjährigen Weihnachtsversand können Verbraucher leicht ein paar Euro sparen – mit den entsprechenden Handgriffen: Mehrere Versandunternehmen wie Hermes oder DHL bieten einen Rabatt für Pakete an, die im Internet frankiert wurden. Dabei wird eine Online-Paketmarke ausgedruckt und auf das Paket geklebt – bei Hermes lassen sich so 40 Cent sparen, die Post erlässt sogar einen Euro.

Und damit nicht genug: Wer schlank und schmal packt, spart ebenfalls Versandkosten, weil mehrere Anbieter wie beispielsweise GLS ihre Preise nicht nach Gewicht, sondern nach der Größe berechnen. Ein 40-Kilo-Paket kostet bei GLS nur 5,90 Euro, wenn die kürzeste und die längste Seite zusammen nicht länger als 50 Zentimeter sind.

Sebastian Wieschowski

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