Post spart sich durch Krise

Bonn - Bei der Deutschen Post ist der Umsatz erneut zurückgegangen. Dennoch schreibt das Unternehmen wieder Gewinne - nach dem Motto: Wir sparen uns durch die Krise.

Besonders die Expresssparte und das Speditionsgeschäft litten stark unter dem weltweiten Konjunktureinbruch und schrumpften beim Umsatz um knapp ein Viertel. Insgesamt schrumpfte der Umsatz von 54,47 auf 46,20 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft zeichnete sich der fortschreitende Niedergang des angestammten Briefsparte ab. Allerdings verringerte der Rückzug aus dem hochdefizitären inneramerikanischen Expressgeschäft die dortigen Verluste. Die Post steuerte in der Krise gegen und schraubte mit einer drastischen Sparkur die Kosten um 1,1 Milliarden Euro herunter. Dank des Verkaufs der Postbank kam die Post unterm Strich wieder in die schwarzen Zahlen mit plus 644 Millionen Euro nach minus 1,688 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Post will wieder Dividende von 0,60 Euro zahlen

Der Nettogewinn ermöglicht es der Deutschen Post für 2009 eine unveränderte Dividende von 60 Cent je Aktie ausschütten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn bei Vorlage der Bilanz mit.

Für dieses Jahr erwartet der Konzern wieder einen Anstieg des operativen Gewinns. “Wir haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise erfolgreich gemeistert und unsere Ziele für 2009 übertroffen“, sagte Post-Vorstandschef Frank Appel.

dpa

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