Post

Post stellt Briefe zu langsam zu

Frankfurt - Die Deutsche Post ist langsamer als sie eigentlich sein dürfte: Laut eines Medienberichts werden nur 61 Prozent der Briefe am nächsten Werktag zugestellt - die Post verspricht 95 Prozent. Der Bund fordert 80 Prozent.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte insgesamt 99 Briefe in ganz Deutschland verschickt. Lediglich 61 Prozent der Briefe kamen am nächsten Tag an.

Laut „Post-Universaldienstleistungsverordnung“ (Pudl-V) der Bundesregierung müssen es aber mindestens 80 Prozent sein. Die Post selbst verspricht 95 Prozent, so die Zeitung.

Ein Brief stand fünf Tage nach Absendung immer noch aus. Besonders lahm war die Post der “FAS“ zufolge bei Briefen, die am Samstag eingeworfen wurden. Montags kamen die Postboten bei dem Test besonders oft mit leeren Taschen. Nur 3 von 33 am Samstag eingeworfenen Briefen waren schon am Montag beim Adressaten.

Schuld an der „Bummel-Post“ sei laut „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ das Spar-Programm des Quasi-Monopolisten. In 15 Briefzentren seien Wochenendschichten gestrichen worden, an Montagen seien Zustellbezirke zusammengelegt worden.

„Ich bin bestürzt über Ihr Ergebnis“, zittiert die Zeitung Post-Manager Uwe Brinks. Untersuchungen, die die Post in Auftrag gegeben hätte, hätten ein gänzlich anderes Bild gezeigt. „Wir konnten nicht feststellen, dass in den Sommermonaten Sendungen stecken geblieben sind“, so Bricks.

Aufgrund der Wirtschaftskrise hatte der Bonner Konzern im ersten Quartal 2009 einen dramatischen Einbruch in den Sendungsmengen auf allen Geschäftsfeldern zu verkraften

len/dpa

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