+
Die Post hat sich verpflichtet, das Porto für alle Briefprodukte bis einschließlich 2018 stabil zu halten. Foto: Oliver Berg

Post-Vorstand: Höheres Briefporto wäre gerechtfertigt

Frankfurt/Bonn (dpa) - Die Deutsche Post hält ein höheres Briefporto für gerechtfertigt. "Im europäischen Durchschnitt kostet ein Brief 80 Cent. Das wäre sicher auch im wirtschaftlich stärksten Land Europas zu verkraften", sagte Konzernvorstand Jürgen Gerdes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Brief sei in Deutschland "immer noch sehr preiswert". Derzeit kostet es in Deutschland 70 Cent, einen Standardbrief zu verschicken.

Das Porto war erst im vergangenen Jahr um acht Cent erhöht worden. Die Post, die sich als Marktführer alle Preise im lizenzierten Briefbereich (bis 1000 Gramm) von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen muss, hatte sich damals auch verpflichtet, das Porto für alle Briefprodukte bis einschließlich 2018 stabil zu halten.

Die Post hatte erst am Mittwoch neue Geschäftszahlen vorgelegt. Sie legte im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung hin. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 541 Millionen Euro - rund zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Jahr zuvor hatte ein wochenlanger Streik das Unternehmen in der Heimat belastet. Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal wegen ungünstiger Währungskurse und niedrigerer Treibstoffzuschläge um 3,5 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro zurück.

Vorstand der Post

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf
Eon kommt beim Verkauf der restlichen Anteile an der Kraftwerkstochter Uniper voran. Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Der Interessent kommt aus Finnland.
Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf
Drohende Jobverluste bei Air Berlin
Die Spannung steigt bei Air Berlin - und ebenso die Befürchtungen vieler Beschäftigter. In den kommenden Tagen wird über den Verkauf entschieden. Wer bekommt den …
Drohende Jobverluste bei Air Berlin
Deutschland verpasst EU-Ziel für erneuerbare Energien
Ökostrom stärker fördern, den Ausbau deckeln oder alles dem Markt überlassen? Darüber streiten Experten und Parteien. Der Bundesverband Erneuerbare Energien warnt kurz …
Deutschland verpasst EU-Ziel für erneuerbare Energien
Finnischer Energiekonzern Fortum greift nach Uniper
Eon kommt beim Verkauf der restlichen Anteile an der Kraftwerkstochter Uniper voran. Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Der Interessent kommt aus Finnland.
Finnischer Energiekonzern Fortum greift nach Uniper

Kommentare