+
Neben den rund 130 000 Tarifbeschäftigte hat der frühere Staatskonzern in der Bundesrepublik noch rund 30 000 beamtete Mitarbeiter. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Kritik von Gewerkschaft

Post will Zusteller vom Vorruhestand ausschließen

Bonn (dpa) - Bei der Deutschen Post gibt es Streit darüber, welche Beschäftigten an dem Vorruhestandsprogramm für Beamte teilnehmen dürfen.

Die Gewerkschaft DPVKOM kritisiert, dass Postboten nicht ab einem Alter von 55 Jahren in den Ruhestand gehen dürfen. "Den Zustellern soll kein solches Angebot gemacht werden", sagte die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus der "Welt am Sonntag". Dabei müssten sie "die schwerste körperliche Arbeit bei der Post machen". Ein Post-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Die Post hatte im Juni angesichts eines Gewinneinbruchs im Brief- und Paketgeschäft ein Kostensenkungsprogramm angekündigt. Dabei will der Konzern rund 400 Millionen Euro bereitstellen, damit verbeamtete Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand gehen. Das Angebot richte sich an "Beamte in indirekten Funktionen", hatte die Post mitgeteilt. Wie viele Stellen abgebaut werden, sei noch nicht abzusehen, hatte Postchef Frank Appel gesagt. Das hänge auch davon ab, aus welchen Gehaltsgruppen Beamte das Programm in Anspruch nehmen.

Im hart umkämpften Paketmarkt mangelt es in der ganzen Branche an Zustellern und Mitarbeitern für andere Bereiche. "Das stark wachsende Paketvolumen hat auch zu einer hohen Anspannung in der Organisation geführt", hatte Appel gesagt. Die Post will deshalb die Produktivität verbessern. Unter anderem soll die Zustellung von Briefen und Paketen durch denselben Mitarbeiter ausgeweitet werden.

Neben den rund 130 000 Tarifbeschäftigte hat der frühere Staatskonzern in der Bundesrepublik noch rund 30 000 beamtete Mitarbeiter. Sie fallen nicht unter den Haustarifvertrag der Post.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Rückrufwelle bei BMW betrifft über eine Million Autos
Zweite Rückrufwelle: Probleme in einem Kühlsystem für die Abgasrückführung machen BMW weiter zu schaffen. Nach einem ersten Rückruf im August müssen nun erneut …
Neue Rückrufwelle bei BMW betrifft über eine Million Autos
EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück
Der Haushaltsstreit zwischen Brüssel und Rom eskaliert. Die EU-Kommission weist die italienischen Pläne für mehr Neuverschuldung zurück. Doch das letzte Wort ist noch …
EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück
Politische Risiken drücken den Dax - Kursrutsch bei Bayer
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag einen erneuten Kursrutsch erlitten. Die globalen politischen Unruheherde und ein Kurseinbruch bei der Bayer-Aktie gaben …
Politische Risiken drücken den Dax - Kursrutsch bei Bayer
Igitt! Mann macht Ekel-Fund in Aldi-Produkt - danach kommt er nicht zur Ruhe
Fast jeder hat eine Lieblingsschokolade. So auch ein Mann, der in Duisburg ebenjene beim Discounter Aldi kaufte. Doch als er sie verzehren will, macht er einen echten …
Igitt! Mann macht Ekel-Fund in Aldi-Produkt - danach kommt er nicht zur Ruhe

Kommentare