Postbank 2006 mit Rekordgewinn

Erfolgskurs: - Bonn/Frankfurt - Die Deutsche Postbank hat 2006 einen Rekordgewinn erwirtschaftet und will ihren Erfolgskurs mit neuer Führungsmannschaft unvermindert fortsetzen. Der Überschuss kletterte binnen Jahresfrist von 489 Millionen auf 695 Millionen Euro.

Das teilte der Bonner DAX-Konzern in Frankfurt mit. Vor Steuern gab es einen Gewinnsprung um 31,6 Prozent auf 941 Millionen Euro. Dabei profitierte die Deutsche Postbank AG auch von Buchgewinnen aus Beteiligungsverkäufen. Die Aktionäre - Mehrheitseigner der Postbank ist die Deutsche Post - sollen unverändert 1,25 Euro je Aktie als Dividende erhalten. In die Zahlen für 2005 hatte die Postbank zur besseren Vergleichbarkeit den gekauften Baufinanzierer BHW sowie die 850 übernommenen Postfilialen voll eingerechnet.

Die Postbank setzt auch mit ihrer neuen Führungsmannschaft auf Eigenständigkeit und Kontinuität. Es gebe "in der Eigentümerfrage keinen Raum für Spekulationen", betonte der scheidende Chef des DAX-Konzerns, Wulf von Schimmelmann, in Frankfurt. "Alles bleibt so, wie es ist!"

Die Postbank war wiederholt als Übernahmekandidat gehandelt worden, so wollte etwa die Deutsche Bank das Bonner Institut kaufen. Der 60-jährige von Schimmelmann tritt zum 30. Juni ab. Neuer Postbankchef wird zum 1. Juli der bisher für die Privatkunden zuständige Vorstand Wolfgang Klein (43). Neuer Finanzvorstand wird bereits am 1. April Marc Heß. Der 33-Jährige löst Henning R. Engmann (56) ab, der vom Baufinanzierer BHW kam und dort auch Vorstandschef war.

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