Postbank unter Preisdruck

- Bonn - Die Deutsche Post findet einem Pressebericht zufolge kaum Großinvestoren für ihre Tochter Postbank. Wegen der geringen Nachfrage gerieten die Bonner nun unter Druck, die Preisspanne für den Börsengang zu senken, berichtete die "Financial Times". Zur Halbzeit der Zeichnungsfrist hätten kaum Großinvestoren das Papier gezeichnet. Das Blatt zitiert einen leitenden Manager einer Konsortialbank mit den Worten: "Wir haben ungefähr 60 Investoren kontaktiert und sie haben alle abgelehnt."

<P>Vergangene Woche sei bereits ein Entgegenkommen signalisiert worden. So sollen die angesprochenen Investoren gefragt worden sein, wie weit die derzeitige Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro gesenkt werden müsse, damit die Bereitschaft zur Zeichnung steige. </P><P>Der "Spiegel" berichtete, selbst das eigene Personal habe sich zumindest bis vor kurzem noch mit der Order für die neuen Aktien zurückgehalten. Daher sei die interne Zeichnungsfrist - ursprünglich nur bis 28. Mai geplant - bis vergangenen Freitag verlängert worden. Inzwischen hätten rund 63 Prozent der Postbank-Angestellten Aktien gezeichnet, Ende Mai seien es 50 Prozent gewesen. Im gesamten Postkonzern seien vom Personal für insgesamt 56 Millionen Euro Papiere geordert worden.</P>

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