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Die Übernahme durch die Deutsche Bank hat Folgen für die Postbank: Sie verschwindet aus dem Mdax.

Deutsche Wohnen steigt auf

Postbank verschwindet aus Mdax

Frankfurt/Main - Die Postbank-Aktie steigt ab: Nach der mehrheitlichen Übernahme durch die Deutsche Bank verschwindet das Papier wie erwartet aus dem Mdax der mittelgroßen Aktiengesellschaften.

Durch die Übernahme verringere sich der Streubesitzanteil auf unter zehn Prozent, teilte die Deutsche Börse am späten Freitagabend zur Begründung mit. Gemäß den Regeln des Börsenbetreibers fallen die Aktien der Postbank damit aus dem Index.

An die Stelle der Postbank im Mdax werden die Anteile von Deutsche Wohnen rücken. Bislang werden die Papiere des Immobilienunternehmens im Sdax geführt. Der Mdax umfasst 50 mittelgroße deutsche Aktiengesellschaften aus den klassischen Industriebranchen, der SDax 50 kleinere Unternehmen.

Die Deutsche Bank hatte sich die Postbank einverleibt, um das eigene Standbein im umkämpften Privatkundengeschäft auszubauen. Das Frankfurter Bankhaus kommt laut dem endgültigen Ergebnis ihres Übernahmeangebots auf 51,98 Prozent an der Postbank. Allerdings hält der Dax-Konzern zunächst nur 49,95 Prozent an dem Bonner Institut - der Rest wird an die Société Générale verkauft. Grund ist, dass die US-Kartellwächter die Übernahme noch billigen müssen, weil die Postbank in den USA aktiv ist. Weitere 39,5 Prozent an der Postbank besitzt die Deutsche Post.

Den Platz der Deutsche Wohnen im Index der kleinen Werte werden die Aktien des Lkw-Zulieferers SAF Holland einnehmen. Die Änderungen werden zum 8. Dezember wirksam.

Aus dem Sdax verschwinden werden zudem die Papiere von Teleplan International. Der niederländische IT-Dienstleister steht vor der Übernahme durch den Finanzinvestor Gilde. Für Teleplan kommen die Aktien des Weinhändlers Hawesko Holding zum 20. Dezember in den Sdax.

dpa

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