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Postbank will mit BHW kräftig wachsen

- Frankfurt - Die Deutsche Postbank will nach der Übernahme des Finanzdienstleisters BHW Kundenzahl und Gewinn weiter in die Höhe treiben, plant aber auch einen Stellenabbau. Entlassungen sollen dabei vermieden werden, sagte Vorstandschef Wulf von Schimmelmann. Zur möglichen Größenordnung der mit der Fusion doppelt besetzten Stellen wollte er keine Angaben machen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte die Postbank den Jahresüberschuss um 13 Prozent auf 493 Millionen Euro, die Dividende soll unverändert 1,25 Euro je Aktie betragen.

Zum Jahresbeginn hatte die Postbank sowohl die BHW Holding mit rund 4000 Mitarbeitern als auch 850 Filialen von der Deutschen Post (9500 Mitarbeiter) übernommen. Bisher zählte das Unternehmen 9250 Beschäftigte - davon etwa 3000 Beamte - sodass die Mitarbeiterzahl des neuen Finanzkonzerns großzügig gerechnet auf fast 25 000 angestiegen ist. Betreut werden insgesamt 14,5 Millionen Kunden. Erste Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Stellenabbau sollen in den nächsten Tagen aufgenommen werden.

Mit der Übernahme hat die Postbank ihr Standbein in der Baufinanzierung kräftig ausgebaut. Die von der Mutter Deutsche Post übernommenen Filialen sind aus Sicht der Bank die attraktivsten, fast neun von zehn neuen Kunden wurden dort zuletzt gewonnen. In diesem Jahr sollen im Bankgeschäft brutto 600 000 und für die Bausparkasse 300 000 Neukunden gewonnen werden. Hauptaufgabe sei zunächst die Integration von BHW und den neuen Filialen, allerdings bleibe die Postbank trotzdem für weitere Akquisitionen offen. "Unser Netz ist immer im Wasser", meinte von Schimmelmann.

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