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Dank günstiger Steuereffekte hat die Postbank unter dem Strich ein positives Ergebnis erzielt.

Verlust vor Steuern zu Jahresbeginn deutlich gesunken

Postbankgewinn dank Steuereffekten

Bonn - Steuergutschriften von insgesamt 176 Millionen Euro haben der Deutschen Postbank AG im ersten Quartal 2009 einen Nettogewinn von 84 Millionen Euro gebracht. Zwar war das Vorsteuerergebnis mit minus 91 Millionen Euro noch negativ.

Das bedeute jedoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal, erklärte die Postbank am Dienstag in Bonn. Für die letzten drei Monate des Vorjahres hatte das Institut noch einen Vorsteuerverlust von 866 Millionen Euro ausweisen müssen.

Positiv entwickelte sich vor allem das Spargeschäft. “Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem vierten Quartal 2008 den Höhepunkt der Belastungen aus der Finanzmarktkrise bereits hinter uns gelassen haben und sich der Trend nun langsam umkehrt“, erklärte Postbank-Vorstandschef Wolfgang Klein.

Zwar lag der Quartalsgewinn 28,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 117 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2008 hatte die inzwischen teilweise von der Deutschen Bank übernommene Post-Tochter allerdings einen Verlust von 710 Millionen Euro ausweisen müssen. Klein hob hervor, dass die Postbank in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung nicht von veränderten Bilanzierungsregelungen profitiere.

Die Kernkapitalquote der Bank liege mit 7,2 Prozent sogar über dem Wert des Vorjahresquartals von 6,7 Prozent. Die Maßnahmen zur Risikominderung, darunter der Verkauf des gesamten Aktienbestandes zum Ende des vergangenen Jahres, wirkten sich günstig aus.

Spareinlagen 19 Prozent höher

Erfreulich verlaufe die Entwicklung des Kundengeschäfts, erklärte die Postbank. Vor allem bei Sparprodukten habe das Institut kräftig zulegen können. Das Bruttoneugeschäft habe mit 5,3 Milliarden Euro 141 Prozent über dem Vorjahresniveau von 2,2 Milliarden Euro gelegen. Der Gesamtbestand an Spareinlagen wuchs um fast 19 Prozent im Jahresvergleich und um 7,3 Prozent gegenüber Ende 2008 auf 52,7 Milliarden Euro.

Zwar waren weitere Wertberichtigungen auf strukturierte Kreditprodukte im Umfang von 186 Millionen Euro erforderlich. Dies liege aber deutlich unter dem Wert von 388 Millionen Euro noch im vierten Quartal 2008. Die Postbank hält für das Gesamtjahr 2009 an ihrer Prognose fest, dass die Gesamtbelastungen aus der Finanzmarktkrise unter denen des Jahres 2008 liegen werden. Voraussetzung sei allerdings, dass keine weitere makroökonomische Verschlechterung über das derzeit erwartete Niveau hinaus eintrete.

AP

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