Post-Warnstreiks: 3,6 Millionen Briefe nicht zugestellt

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft ver.di hat am Samstag die Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post ausgeweitet. In sieben Bundesländern seien rund 3700 Beschäftigte in den Ausstand getreten, teilte die Gewerkschaft mit.

Dadurch seien rund 3,6 Millionen Briefe und 150 000 Pakete nicht zugestellt worden. Betroffen gewesen seien Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig- Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Bereits am Freitag waren laut ver.di 3,5 Millionen Briefe und 50 000 Pakete liegengeblieben.

Die Gewerkschaft fordert für die 130 000 Tarifkräfte die Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis zum 30. Juni 2011 und zehn Arbeitszeitverkürzungstage. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Deutsche Post AG nicht nur die Arbeitszeit der 55 000 Beamten von 38,5 Stunden auf 41 Stunden pro Woche erhöhen will, sondern in einem zweiten Schritt auch die Arbeitszeit der 130 000 Tarifkräfte. Dies dürfte Arbeitsplätze kosten, hieß es. Kommende Woche droht die Gewerkschaft den Druck weiter zu erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am Mittwoch (9. April) in Köln.

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