Praktiker kommt kurzfristig an die Börse

- Düsseldorf - Die Baumarktkette Praktiker kommt kurzfristig an die Börse. Der Handelsriese METRO will am Montag in Frankfurt Details zum Börsengang seiner Tochter erläutern. Weitere Einzelheiten wollte Vorstandschef Hans-Joachim Körber am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen nicht mitteilen. Dass die Zeichnungsfrist für die Praktiker-Aktie schon in der kommenden Woche beginnen könnte, wollte er nicht dementieren. Vor wenigen Tagen hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die METRO-Tochter nicht an Investoren zu verkaufen, sondern am Kapitalmarkt zu platzieren.

Beflügelt durch ein glänzendes Auslandsgeschäft hat der größte deutsche Handelskonzern seinen Umsatz in den ersten neun Monaten um 4,2 Prozent auf 41,3 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITA) verringerte sich allerdings durch die Einbrüche im Lebensmitteleinzelhandel (Real) um 2,5 Prozent. Kurz vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen hatte die METRO Group am Dienstagabend darauf hingewiesen, dass vor dem Hintergrund der schwachen Entwicklung bei Real und des Ausbleibens einer Konsumbelebung Umsatz und Ergebnisse 2005 niedriger ausfallen könnten als erwartet.

So rechnet das Unternehmen nunmehr mit einem Umsatzplus von rund vier Prozent statt wie bisher von fünf bis sechs Prozent für das Gesamtjahr. Außerdem soll geprüft werden, steuerliche Verlustvorträge zu nutzen, woraus sich ein niedriger dreistelliger Millionenwand ergeben würde. Damit könnte das Ergebnis je Aktie deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Körber: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir anpassen müssen". Real hatte operativ im dritten Quartal einen Verlust von 32,5 Millionen Euro verbucht.

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