Praktiker übernimmt 77 Max-Bahr-Märkte

- Kirkel/Hamburg (dpa) - Die Baumarktkette Praktiker übernimmt den norddeutschen Konkurrenten Max Bahr. Damit treibt die deutsche Nummer zwei den Konzentrationsprozess in der zersplitterten Branche voran. An Praktiker geht das Geschäft in 77 Max-Bahr- Filialen mit einem Nettoumsatz von 726 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Wie beide Unternehmen in Hamburg mitteilten, sei der Kaufvertrag unterzeichnet worden.

Max Bahr soll als eigene Premium-Marke unter dem Dach von Praktiker erhalten bleiben. Sie sei eine ideale Ergänzung zu den Praktiker- Märkten, die noch preisaggressiver als bislang auftreten könnten, sagte der Praktiker-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Werner. "Wir gewinnen damit eine einzigartige Position im deutschen Baumarktgeschäft, indem wir wesentlich breiteres Kundenspektrum ansprechen."

Beim Marktanteil schließe Praktiker dicht zum Marktführer OBI auf, sagte Werner weiter. Am Marktvolumen von rund 37 Milliarden Euro werde Praktiker nach dem Kauf des Geschäfts von Max Bahr 9,2 Prozent haben, OBI habe rund 9,7 Prozent. Die Immobiliengesellschaft der Gruppe, zu der die Märkte gehören, gehen an die japanische Investmentgesellschaft Nomura International.

Die Max Bahr Holzhandlung GmbH & Co. KG beschäftigt knapp 3200 Menschen, Praktiker hat in Deutschland 10 000 Mitarbeiter und setzte netto -ohne Mehrwertsteuer -2,26 Milliarden Euro in 275 Märkten um.

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