Praktiker will umstrittene Werbung beibehalten

München/Kirkel - Die Baumarktkette Praktiker will trotz einer gerichtlichen Niederlage nicht auf ihre 20-Prozent-Werbeparole verzichten.

Ein Unternehmenssprecher sagte der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag", es würden geeignete Maßnahmen getroffen, die dem Gerichtsurteil und der Intention der Wettbewerbszentrale entsprächen. Das Oberlandesgericht Saarbrücken hatte den Slogan "20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung" als irreführend bezeichnet. Es gehe nicht deutlich hervor, dass außer Tiernahrung auch in Praktiker-Filialen angebotene Tchibo-Produkte von den Rabatt-Aktionen ausgenommen seien.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte eine Beschwerde des Konzerns gegen das Urteil der saarländischen Richter zurückgewiesen. Der Richterspruch ist somit nun rechtskräftig. Die Hamburger Wettbewerbszentrale hatte bereits 2004 gegen die Werbung geklagt und in zwei Instanzen Recht bekommen.

Praktiker betreibt rund 430 Filialen, davon 337 in Deutschland, und hat gut 30 000 Beschäftigte. 2007 hatte der Konzern mit Sitz im saarländischen Kirkel rund 4 Milliarden Euro erlöst.

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