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Das Briefporto der Post soll deutlich teurer werden.

Wird es deutlich teurer?

Preis-Beben bei der Deutschen Post: Porto kann ab Juli extrem steigen

Das Versenden von Briefen soll noch 2019 deutlich teurer werden. Die Bundesnetzagentur erlaubte der Post einen großen Spielraum bei Preiserhöhungen.

Berlin - Briefliebhaber und Verbraucher allgemein müssen sich auf ein deutlich erhöhtes Briefporto einstellen. Der sogenannte Preiserhöhungsspielraum soll um 10,6 Prozent steigen - dies schlug die Bundesnetzagentur am Donnerstag in Bonn vor. 

Porto-Erhöhung: Bis zu 28 Prozent mehr sind möglich

Damit ist gemeint, dass die Gesamtmenge aller Einzelsendungen der verschiedenen Briefarten sich entsprechend verteuern kann. Das Porto für einen Standardbrief könnte aber noch stärker steigen - Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung auf bis zu 90 Cent möglich, aktuell sind es 70 Cent. Dann würde sich das Porto für andere Arten - ob Maxi-Brief, Kompaktbrief oder Postkarte - gar nicht oder kaum verteuern.

Deutsche Post: Neue Porto-Preise könnten ab Juli gelten

Das genaue Porto ist noch unklar - im Mai will die Netzagentur final entscheiden, danach legt die Deutsche Post die Preise fest. Die gelten dann voraussichtlich ab dem 1. Juli.

Bereits im Januar hatte die Bundesnetzagentur einen ersten „Preiserhöhungsspielraum“ für das Brief-Porto vorgeschlagen, damals waren es nur 4,8 Prozent. Dies war der Post zu wenig, sie drohte indirekt mit Job-Abbau. In der Bundesregierung stieß der ehemalige Staatsmonopolist mit seinem Anliegen auf Verständnis: Das Bundeswirtschaftsministerium brachte eine Verordnungsänderung auf den Weg, woraufhin die Netzagentur neu rechnen musste und dann auf den höheren Wert kam. Von Konkurrenten der Post kam scharfe Kritik - sie sehen den Bonner Konzern von der Bundespolitik begünstigt.

Im europäischen Vergleich ist das deutsche Brief-Porto allerdings aktuell nur im Mittelfeld.

dpa

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