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Regionalgesellschaften von Edeka sollen sich über die Preise von Bier angesprochen haben.

18,3 Millionen Euro Strafe

Preisabsprachen bei Bier: Millionen-Bußgelder gegen Edeka

Bonn (dpa) - Wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier hat das Bundeskartellamt erneut Bußgelder in Millionenhöhe verhängt. Zwei Regionalgesellschaften des führenden Lebensmittelhändlers Edeka sollen insgesamt 18,3 Millionen Euro zahlen, wie das Bundeskartellamt mitteilte.

Die Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH (Neumünster) und Edeka Handelsgesellschaft Hessenring mbH (Melsungen) seien an Absprachen über die Ladenpreisgestaltung bei Bierprodukten in den Jahren 2006 bis 2009 beteiligt gewesen. Gegen diese Bescheide kann nach Angaben des Kartellamtes noch Einspruch eingelegt werden.

Bereits im Mai hatte das Kartellamt Bußgelder gegen andere Edeka- Regionalgesellschaften sowie weitere große Lebensmittelhändler verhängt. Dabei geht es jeweils um nicht zulässige Absprachen zwischen Herstellern und Händlern. Das Kartellamt untersuchte unter diesem Blickwinkel neben Bierpreisen auch die Preise von anderen Produkten. 2014 hatten die Wettbewerbshüter Bußgelder über rund 300 Millionen Euro gegen elf Bierhersteller und einen Branchenverband verhängt. Dabei ging es damals um illegale Absprachen zwischen Bierherstellern über Preiserhöhungen für Flaschenbier und Fassbier.

Mitteilung Bundeskartellamt

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