Preisaufschläge ab 1. Januar: So teuer wird Bahnfahren 2007

- Wer mit der Deutschen Bahn fährt, muss ab 1. Januar teils deutlich tiefer in die Tasche greifen. Wie der Schienenkonzern bereits im Herbst angekündigt hatte, steigen die Preise für Einzelfahrscheine mitunter um über fünf Prozent. Auch Zuschläge und die Bahncard verteuern sich. Unsere Zeitung fasst zusammen, was auf Fernreisende und Pendler zukommt.

Tickets für Fernverkehr

In Fernzügen (ab 100 Kilometer) werden die Fahrscheine für die erste und zweiteKlasse im Schnitt um 5,6 Prozent teurer. Der höhere Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, der ab dem Jahreswechsel gilt, ist dabei schon eingerechnet. Ein einfaches Ticket von München nach Hamburg kostet in der zweiter Klasse damit künftig 119 statt bislang 115 Euro. Die Reise von der Landeshauptstadt nach Frankfurt am Main verteuert sich von 75 auf 81 Euro.

Tickets für Regionalzüge

Die Preise für Einzelfahrten in Regionalzügen erhöhen sich im Mittel um 3,3 Prozent. Für einmal München-Garmisch müssen Bahnfahrer im neuen Jahr 16,40 statt 15,50 Euro in der zweiten Klasse berappen. Für Strecken unter 50 Kilometer steigen die Entgelte etwas weniger, da für sie der begünstigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gilt, der sich nicht ändert. Auch Pendler, die mit Zeitkarten unterwegs sind, kommen glimpflicher davon: diese werden um 2,5 Prozent teurer ­ inklusive höherer Mehrwertsteuer.

Wochenend-Ticket

Am deutlichsten fällt der Preisaufschlag bei der Bahn beim populären Wochenendticket aus. Dieser Spezial-Fahrschein, der für beliebig viele Fahrten von bis zu fünf Personen mit Nahverkehrszügen an einem Samstag oder Sonntag gilt, kostet nach dem Jahreswechsel 33 statt 30 Euro. Das entspricht einem Plus von zehn Prozent.

Bayern-Ticket

Ebenfalls deutlich mehr, nämlich acht Prozent, müssen Bahnreisende künftig für das Bayernticket zahlen. Dieser im Nahverkehr einen Tag lang gültige Fahrschein für bis zu fünf Personen wird um zwei Euro teurer und kostet damit künftig 27 Euro.

Bahncards

Nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht: Die Nettopreise der Bahncards bleiben stabil. Brutto schlägt aber die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte voll zu Buche. Das heißt: Die Bahncard zweiter Klasse mit 50 Prozent Rabatt (Bahncard 50) kostet künftig 212 statt 206 Euro. Der Preis für die Bahncard 25 steigt von 51,50 Euro auf 53 Euro.

Reservierung

Wer einen Sitzplatz reservieren will, muss dafür am Schalter künftig 3,50 statt wie bisher 3 Euro zahlen. Bahnfahrer, die im Internet oder am Automaten ihre Karten kaufen, zahlen weiterhin 1,50 Euro für die Reservierung.

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