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Preise in Deutschland bleiben stabil

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise in Deutschland bleiben dank der gesunkenen Ölpreise stabil. Im Juni lag die Jahresrate nach einer ersten Hochrechnung bei 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

 Im Mai war erstmals seit 22 Jahren eine Jahresrate von 0,0 Prozent festgestellt worden. Im direkten Vergleich von Mai auf Juni ergibt sich eine Steigerung der Preise von 0,4 Prozent.

Vor allem die gesunkenen Ölpreise sorgten auf Jahressicht für Entspannung an der Preisfront. Kraftstoffe waren 14,9 bis 16,3 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Für Heizöl musste 35,2 bis 41,3 Prozent weniger gezahlt werden. Nahrungsmittel lagen um 0,4 bis 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, Tabakwaren lagen 4,7 Prozent über dem Niveau von Juni 2008.

Im direkten Monatsvergleich zogen die Preise für Nahrungsmittel allerdings erstmals in diesem Jahr wieder an. Im Vergleich zum Mai lagen sie im Juni 0,1 bis 0,5 Prozent höher. Auch Kraftstoffe waren im Juni je nach Bundesland 3,9 bis 5,1 Prozent teurer als im Mai , Heizöl legte um 5,1 bis 8,6 Prozent zu.

Die Europäische Zentralbank ( EZB ) hat als Zielmarke für die Jahresrate einen Wert von knapp unter 2,0 Prozent. Für diesen Sommer rechnet sie in der Eurozone wegen der gesunkenen Ölpreise sogar mit negativen Werten. Erst zum Ende des Jahres hin sollen die Preise wieder anziehen.

Im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen lag die jährliche Teuerungsrate im Juni ebenso wie im Mai bei 0,1 Prozent. In Bayern zog die Teuerungsrate von 0,3 Prozent im Vormonat auf 0,4 Prozent leicht an. In Hessen lagen die Preise dagegen im Juni um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert, im Vormonat lag die Rate sogar bei minus 0,4 Prozent.

Die endgültigen Zahlen für Juni sollen am 9. Juli veröffentlicht werden.

dpa

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